97 Flaschen wollen aufs Treppchen: Wer wird Ahrwein des Jahres?

Kreis Ahrweiler. 97 Weine, sechs Kategorien – und am Ende zählt nur, was im Glas überzeugt. Eine Fachjury hat die Kandidaten für den Titel „Ahrwein des Jahres“ verkostet. Besonders spannend: In diesem Jahr gibt es mit dem Weißburgunder eine eigene Sonderkategorie. Die Konkurrenz ist groß, obwohl die Winzer mit einem schwierigen Jahrgang zu kämpfen hatten. Vor allem Weine aus dem Jahr 2024 gingen ins Rennen. Spätfröste im April und hoher Pilzdruck hatten nach Angaben des Ahrwein e. V. zu erheblichen Ertragsverlusten geführt. „2024 war für unsere Ahrwinzer ein sehr schwieriges Jahr“, sagt Carolin Groß vom Ahrwein e. V. Umso erfreulicher sei es, dass dennoch knapp 100 Weine für den Wettbewerb eingereicht wurden. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es 144.
Sechs Kategorien – 97 Kandidaten
Verkostet wurde in sechs Kategorien: Kultwein, Premium, Klassiker, Frühburgunder, Blanc de Noir sowie in der diesjährigen Sonderkategorie Bester Weißburgunder. Dabei wusste die Jury nicht, welcher Wein von welchem Betrieb stammt: Die Organisation der Blindverkostung übernahm erneut Alexander Kohnen mit seinem Team vom International Wine Institute (IWI). Den Vorsitz der Jury hatte Sommelière, Schriftstellerin und VINUM-Redakteurin Claudia Stern. Mit am Verkostungstisch saßen Ulrich Hagenmeyer, Diplom-Sommelier und Branchenberater, Sommelière und Weinanalytikerin Katharina Röder, Sommelière und Buchautorin Christina Fischer, Volker Danko vom ahrweinshop.de sowie Jürgen Doetsch vom Weingut Deutzerhof, Sieger der Kategorie Kultwein 2025.
Schwieriger Jahrgang macht Wettbewerb besonders

Gerade die Bedingungen des Jahres 2024 geben der diesjährigen Auswahl eine besondere Note. Weniger Ertrag bedeutet schließlich auch weniger Wein, der überhaupt für einen Wettbewerb zur Verfügung steht. Dass dennoch 97 Weine eingereicht wurden, wertet der Ahrwein e. V. deshalb als erfreuliches Signal. Wer allerdings ganz oben auf dem Siegertreppchen landet, bleibt vorerst geheim. „Nun dürfen wir gespannt sein, welche Weine auf dem Siegertreppchen stehen“, sagt Michael Jünger, von der Kreissparkasse Ahrweiler.
Sieger werden am 6. November gekürt
Die Entscheidung fällt am Freitag, 6. November. Dann werden die Siegerweine bei einer Veranstaltung der Kreissparkasse Ahrweiler ausgezeichnet. Die Kreissparkasse richtet den Wettbewerb „Ahrwein des Jahres“ gemeinsam mit dem IWI und dem Ahrwein e. V. aus. Bis dahin bleibt die entscheidende Frage offen: Welche der 97 Flaschen macht am Ende das Rennen?
