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Neuer Wetterhahn und mehr

Alfons Wolber hält den restaurierten Wetterhahn kurz vor dem Wiedereinbau in seinen Händen.
Die St.-Michaelskapelle in Esch erhält ein neues Dach und der Wetterhahn ist restauriert worden. Die Sanierung kostet bis zu 140.000 Euro und soll bald geschlossen sein.
Der Wetterhahn wird wieder auf der Spitze der Kapelle angebracht.
Der Wetterhahn wird wieder auf der Spitze der Kapelle angebracht.

Nach über 90 Jahren: Kapelle Esch bekommt ein neues Dach 

In der Werkstatt von Alfons Wolber wurde der Wetterhahn fachmännisch restauriert.
In der Werkstatt von Alfons Wolber wurde der Wetterhahn fachmännisch restauriert.

Esch. Mehr als 90 Jahre hat der Schiefer auf dem Hauptdach der St.-Michaelskapelle in Esch gehalten. Nun wird das Dach saniert. Und ganz oben ist ein vertrautes Detail wieder an seinen Platz zurückgekehrt: der Wetterhahn. Er stammt aus dem Jahr 1933 und wurde von Metalldesign Alfons Wolber aus Esch restauriert. Der Schiefer auf dem Hauptdach stammt nach Angaben der Kirchengemeinde noch aus dem Jahr 1934. Inzwischen ist er altersbedingt schadhaft und das Dach undicht. „Morsch“ sei der alte Schiefer geworden, sagt Pfarrer Alexander Burg. Deshalb werden Hauptdach und Dachreiter saniert. Auch der Blitzschutz wird erneuert.

Wetterhahn stammt aus dem Jahr 1933

Eine eigene Geschichte erzählt der Wetterhahn auf der Kapelle. Alfons Wolber, Chef von Metalldesign Wolber in Esch, kennt seinen Zustand und die früheren Arbeiten daran. Bereits bei einer Renovierung 1998 waren Schäden behoben worden. „Damals wurden einige Einschusslöcher zugeschweißt, ein Bein und die Lagerschale erneuert“, erklärt Wolber. Zudem erhielten Hahn und Kreuz einen neuen Anstrich. Bei der jetzigen Sanierung waren erneut Arbeiten an der Spitze notwendig. „Die Kirchturmspitze wurde erneuert und die verrostete Halterung des Kreuzes ausgetauscht. Kreuz und Hahn haben außerdem einen neuen Anstrich bekommen“, berichtet Alfons Wolber. Damit ist eines der markantesten Details der Kapelle wieder an seinen Platz zurückgekehrt. Die Arbeiten am Dach selbst laufen weiter und sollen bis Ende September beziehungsweise Oktober abgeschlossen sein.

Sanierung kostet bis zu 140.000 Euro

Der Wetterhahn ist wieder an Ort und Stelle die Arbeiten am Dach gehen weiter.
Der Wetterhahn ist wieder an Ort und Stelle die Arbeiten am Dach gehen weiter.

Der Kostenrahmen für die Dachsanierung liegt bei 140.000 Euro. Das Bistum beteiligt sich mit einem Zuschuss von 84.000 Euro. Rund 56.000 Euro muss die Kirchengemeinde selbst aufbringen. Nach Angaben von Pfarrer Burg liegen die Arbeiten bislang im vorgesehenen Kostenrahmen. Der Diözesanverwaltungsrat hatte der Sanierung bereits im Oktober 2024 nach einem ersten Antrag der damaligen Kirchengemeinde Holzweiler zugestimmt. Nach Abschluss des Architektenvertrages und einer detaillierteren Kostenaufstellung folgte 2025 ein zweiter Antrag, der ebenfalls genehmigt wurde. Begleitet wird die Sanierung vom Architekturbüro Unger. Verantwortlich ist heute die Kirchengemeinde Grafschaft Christkönig. Seit dem 1. Januar 2026 sind die früheren Pfarreien der Pfarreiengemeinschaft Grafschaft in der neu gegründeten Pfarrei und Kirchengemeinde Grafschaft Christkönig aufgegangen.

Bereits zuvor in die Kapelle investiert

Die Dachsanierung ist nicht die erste größere Maßnahme an der St.-Michaelskapelle. In den vergangenen Jahren wurde die Bleiverglasung der Fenster für rund 45.000 Euro erneuert. Arbeiten an Mauer und Zaun kosteten rund 30.000 Euro. Für die Restaurierung des Innenraums kamen etwa 45.000 Euro hinzu. Nun folgt das Dach. Wenn die Arbeiten planmäßig abgeschlossen werden, ersetzt neuer Schiefer eine Eindeckung, die seit 1934 mehr als neun Jahrzehnte Wind und Wetter standgehalten hat. Und darüber steht wieder der Wetterhahn von 1933.

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