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Gelungenes Hämmerwochenende

Erst liegt da nur ein Tuffstein. Wenig später beginnt daraus etwas Eigenes zu werden. Genau dieses Erlebnis zieht seit 1998 Menschen zu den Schnupperkursen nach Weibern.
Was 1998 mit dem ersten Schnupperkurs begann, hat in Weibern eine bemerkenswerte Marke erreicht. Beim jüngsten Kurs wurde gehämmert, gemeißelt – und nebenan sogar geschmiedet.

Mit Tuffstein, Hammer und Eisen zum eigenen Kunstwerk

Weibern. Es braucht nicht viel für ein gelungenes Wochenende: einen Tuffstein, Hammer und Eisen – und eine Idee. Beim 54. Schnupperkurs des Steinhauervereins Weibern am 5. und 6. September wurde daraus diesmal sogar ein kleines Jubiläum. Der Verein feierte den 1000. belegten Kursplatz. Parallel dazu wurde beim 18. Schmiedekurs Eisen am Feuer in Form gebracht.

Was soll daraus werden?

Solche Kunstwerke sind im Rahmen des Wochenendes in Weibern entstanden.
Solche Kunstwerke sind im Rahmen des Wochenendes in Weibern entstanden.

15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen zum zweitägigen Schnupperkurs auf das Vereinsgelände. Nach einer kurzen Einweisung begann die Suche nach dem passenden Tuffstein. Und damit nach der Antwort auf die entscheidende Frage: Was soll daraus werden? Die anfängliche Unentschlossenheit hielt nicht lange. Bald standen die Ideen, Hammer und Eisen kamen zum Einsatz. Einige Teilnehmer waren am zweiten Tag sogar so weit, dass sie ein zweites Werkstück fertigstellen konnten. Der Schnupperkurs verbindet seit Jahren Handwerk und Geselligkeit. Dazu gehörte auch diesmal die Verpflegung während des Wochenendes. Am Samstagabend kamen Teilnehmer und Helfer beim gemeinsamen Grillen zusammen, tauschten Erfahrungen aus und knüpften neue Kontakte. Am Sonntagnachmittag endete der Kurs – für manche verbunden mit der Ankündigung, im kommenden Jahr wiederzukommen.

Mit Tuffstein, Geduld  und Werkzeug entsteht etwas Eigenes

Die Zahlen zeigen, dass aus dem „Schnuppern“ längst eine feste Größe geworden ist. Seit dem ersten Kurs im Jahr 1998 haben nach Angaben des Vereins 520 Menschen insgesamt 1014 Kursplätze belegt. Viele Teilnehmer kamen mehrfach, einige sogar bis zu 20-mal. Damit schreibt der Verein eine Erfolgsgeschichte fort, deren wichtigster Rohstoff nicht allein der Weiberner Tuffstein ist. Es sind Menschen, die wissen wollen, wie aus einem Stück Stein mit Geduld, Werkzeug und eigener Hand etwas Eigenes entsteht.

Feuer und Eisen beim 18. Schmiedekurs

Parallel zum Tuffkurs fand am 05. September der 18. Schmiedekurs statt, begleitet von Benedikt Bell und Marco Bläser.
Parallel zum Tuffkurs fand am 05. September der 18. Schmiedekurs statt, begleitet von Benedikt Bell und Marco Bläser.

Während nebenan Stein bearbeitet wurde, ging es am Samstag deutlich heißer zu. Parallel zum Schnupperkurs veranstaltete der Steinhauerverein seinen 18. Schmiedekurs. Sieben Teilnehmer arbeiteten unter Anleitung von Benedikt Bell und Marco Bläser mit Eisen. Dabei entstanden kleine Werkstücke, die die Teilnehmer selbst schmiedeten. Nach Angaben des Vereins fielen die Rückmeldungen durchweg positiv aus. Der Verein bietet damit gleich zwei alte Handwerkstechniken zum eigenen Ausprobieren an. Der Schmiedekurs findet in einer historischen Schmiede auf dem Vereinsgelände statt. Werkzeuge, Arbeitsmittel und Schutzkleidung werden gestellt. Was beide Kurse verbindet, lässt sich am Ende des Wochenendes sehen – und mit nach Hause nehmen: Aus Tuffstein und Eisen werden unter den Händen der Teilnehmer individuelle Werkstücke. Wer Interesse an einem dieser Kurse hat: Info hier.

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