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Remagen schwimmt weiter

91 Teilnehmer, rund 200 Starts und zwei Premieren: Die Remagener Stadtmeisterschaften im Schwimmen trotzten dem Dauerregen.
Regen auf jeder Bahn, aber volle Zelte und 91 Teilnehmer: Bei den Remagener Stadtmeisterschaften wurden rund 200 Starts absolviert. Für die schönste Geschichte sorgte die jüngste Schwimmerin: Die Vierjährige hatte erst in diesem Jahr in dem Pop-up-Becken schwimmen gelernt – nun wurde sie dort Stadtmeisterin.

Remagener Stadtmeisterschaften: 91 Schwimmer trotzen dem Regen

Remagen. Regen von der ersten bis zur letzten Bahn. Doch davon ließen sich die Schwimmer in Remagen nicht stoppen: 91 Teilnehmer, rund 200 Starts und insgesamt etwa 12,5 geschwommene Kilometer machten die Remagener Stadtmeisterschaften am Sonntag zu einem Wettkampftag mit bemerkenswertem Zuspruch. Und eine kleine Schwimmerin sorgte für die wohl schönste Geschichte des Tages.

Schwimmen gelernt – und schon Stadtmeisterin

Die jüngste Starterin war gerade einmal vier Jahre alt. In diesem Jahr hatte das Mädchen ausgerechnet in jenem Pop-up-Becken schwimmen gelernt, in dem nun die Stadtmeisterschaften ausgetragen wurden. Jetzt schwamm sie dort über 50 Meter in ihrer Altersklasse zum Stadtmeistertitel. Der älteste Teilnehmer war 68 Jahre alt. Damit lagen zwischen jüngster und ältestem Starter 64 Jahre – und beide gehörten zum selben Wettkampf. Trotz Dauerregens kamen die Stadtmeisterschaften auf rund 200 Starts. Die Teilnehmer legten zusammengerechnet etwa 12,5 Kilometer zurück. Die Zelte am Beckenrand waren gut gefüllt, die Stimmung blieb nach Angaben der Veranstalter gut.

Zwei Premieren im Remagener Becken

Sportlich gab es gleich zwei Neuerungen. Die DLRG Remagen nahm gemeinsam mit den Jugendschützen der St. Sebastianus Schützengesellschaft Remagen erstmals einen Schwimmbiathlon ins Wettkampfprogramm auf. Eine weitere Premiere war der Para-Schwimmwettbewerb. „Dass wir trotz des Wetters so viele Starterinnen und Starter begrüßen konnten, hat uns wirklich gefreut. Mit dem Schwimmbiathlon und dem Para-Wettbewerb haben wir außerdem zwei neue Akzente gesetzt“, sagte DLRG-Vorsitzender Kevin Wassong.

Ehrenamt hält den Wettkampftag am Laufen

Weil der Schwimmbad-Kiosk in diesem Jahr geschlossen bleibt, kümmerte sich die DLRG auch selbst um die Verpflegung. Fleischkäsebrötchen, Hotdogs und Getränke standen für Teilnehmer und Besucher bereit. Bei der Siegerehrung würdigte Remagens Beigeordnete Rita Schäfer, die Bürgermeister Björn Ingendahl vertrat, die sportlichen Leistungen und das ehrenamtliche Engagement. Auch Ralph Schäfer, Vorsitzender des Sportkreises Ahrweiler, stellte den Einsatz der Ehrenamtlichen heraus. Das Pop-up-Becken bezeichnete er als außergewöhnliches Leuchtturmprojekt. Organisator Timo Wassong machte deutlich, wie viele Hände hinter einem solchen Wettkampf stehen: „Ein solcher Wettkampftag ist nur mit einem starken Helferteam möglich. Mein besonderer Dank gilt allen, die bei der Organisation, am Beckenrand sowie beim Auf- und Abbau mit angepackt haben.“ Unterstützt wurde die Veranstaltung von Gartenbau Michael Berndt und der Bäckerei Müller. Am Ende blieb ein Wettkampftag, dem selbst Dauerregen wenig anhaben konnte. Und die Geschichte einer Vierjährigen, die in diesem Becken erst schwimmen lernte – und wenig später darin ihren ersten Stadtmeistertitel holte. Vielleicht scheint bei den Stadtmeisterschaften im kommenden Jahr sogar die Sonne.

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