62 freiwillige Einsatzkräfte verhindern die Ausbreitung

Adenau. 62 Einsatzkräfte, eine geräumte Sporthalle und ein Feuer, das sich nicht weiter ausbreiten konnte: Die Feuerwehren aus der VG Adenau haben einen Dachstuhlbrand am Schulzentrum in Adenau schnell unter Kontrolle gebracht. Verletzt wurde niemand. Für die Einsatzkräfte war es zugleich ein weiterer Alarm in einer außergewöhnlich arbeitsreichen Woche. Das Feuer blieb auf das Dach eines Treppenhauses der Sporthalle begrenzt. Ein anwesender Feuerwehrkamerad hatte die Halle bereits geräumt. Alle Sportler konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen.
Alarmstufe nach Erkundung erhöht
Zunächst war die Feuerwehr unter dem Stichwort B2 – „Rauchentwicklung aus Gebäude“ alarmiert worden. Nachdem erste Kräfte die Lage erkundet hatten, erhöhten sie die Alarmstufe auf B3 – „Dachstuhlbrand“. Das schnelle Eingreifen verhinderte eine weitere Ausbreitung. In der Haupthalle war lediglich leichter Brandgeruch wahrnehmbar. Eine wesentliche Verrauchung gab es dort nicht.
Feuerwehren aus mehreren Orten im Einsatz
Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Adenau, Leimbach, Nürburg, Quiddelbach und Wimbach. Kräfte aus Reifferscheid und Schuld ergänzten die Absturzsicherungsgruppe. Aus Wiesemscheid kam die Drohneneinheit. Auch die Drehleiter aus Altenahr wurde alarmiert, musste aber nicht eingesetzt werden. Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Kreises Ahrweiler, Frank Linnarz, der Rettungsdienst zur Bereitstellung und die Polizei waren ebenfalls vor Ort. Den Einsatz leitete Wehrleiter Dieter Merten. Während des Einsatzes waren die Straßen Im Lenzenkessel und Alte Poststraße gesperrt. Nach Abschluss der Löscharbeiten wurden sie wieder für den Verkehr freigegeben.
Rund 40 Einsätze innerhalb von sieben Tagen
Der Brand am Schulzentrum traf die Feuerwehren in einer ohnehin außergewöhnlich einsatzreichen Phase. Andreas Solheid, Pressesprecher der Feuerwehren der Verbandsgemeinde Adenau, spricht von rund 40 Einsätzen innerhalb von sieben Tagen. Eine exakte Zahl könne er angesichts der Einsatzdichte derzeit nicht nennen. Das Spektrum der Feuerwehr war breit: Zunächst beschäftigten Vegetationsbrände die Einsatzkräfte, hinzu kam unter anderem technische Hilfe nach einem Verkehrsunfall. Noch während teilweise defektes Material im Gerätehaus stand, folgten bereits die nächsten Unwettereinsätze.
Der Einsatz am Schulzentrum in Adenau zeigt damit auch, was eine hohe Einsatzfrequenz praktisch bedeutet: Während der vorherige Alarm noch nachwirkt, muss die Feuerwehr bereits für den nächsten vollständig einsatzbereit sein.
Dieter Merten, Feuerwehrchef der Verbandsgemeinde Adenau: „Die vergangenen Tage haben unsere 23 Feuerwehren in der Verbandsgemeinde Adenau stark gefordert. Das Einsatzspektrum war breit: von technischen Hilfeleistungen und Verkehrsunfällen bis hin zu Vegetationsbränden. Unsere ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner waren dabei immer wieder und zum Teil über viele Stunden im Einsatz. Das verdient großen Respekt und Anerkennung.
Gleichzeitig zeigen solche einsatzreichen Tage, unter welchen Bedingungen unsere Freiwilligen Feuerwehren ihren Dienst leisten. Gerade bei der räumlichen Ausstattung gibt es an einigen Standorten noch Verbesserungsbedarf. Das ist ausdrücklich nicht als Kritik zu verstehen, sondern als nüchterne Feststellung: Unsere Einsatzkräfte erfüllen ihre Aufgaben zuverlässig und mit großem Engagement – auch dort, wo die Rahmenbedingungen nicht immer optimal sind. Umso höher ist ihre Leistung einzuschätzen. Mein besonderer Dank gilt deshalb allen Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden in unseren 23 Feuerwehren, die in den vergangenen Tagen mit großem persönlichen Einsatz für die Sicherheit der Menschen in unserer Verbandsgemeinde da waren.“
