Mayschoß hat wieder eine Weinkönigin
Mayschoss. Ein Jahr ohne eigene Weinmajestäten ist vorbei: Mayschoß hat wieder eine Weinkönigin. Laura Epstein wurde am Samstag, 3. Oktober, beim Start des Weinfestes zur neuen Mayschosser Weinkönigin proklamiert. An ihrer Seite steht Weinprinzessin Eva Kirsch. Damit kehrt eine Tradition zurück, die im Weinort offenbar gefehlt hat. Mirco Burkhardt, 1. Vorsitzender, machte bei der Eröffnung deutlich, welche Bedeutung die Weinmajestäten für Mayschoß haben. Sie seien nicht nur Teil einer schönen Tradition, sondern wichtige Repräsentantinnen des heimischen Weins. Mit Fachwissen sollen sie den Wein und seine Besonderheiten den Menschen näherbringen.
Oper, Werkstatt, Weinkrone
Die beiden neuen Weinmajestäten bringen dabei ungewöhnliche berufliche Geschichten mit. Laura Epstein ist 25 Jahre alt und Klarinettistin an der Kölner Oper. Nun kommt für sie eine weitere Bühne hinzu: Als Weinkönigin repräsentiert sie Mayschoß und seinen Wein. Auch Weinprinzessin Eva Kirsch hat gerade einen wichtigen persönlichen Meilenstein erreicht: Erst in der vergangenen Woche schloss sie ihre Ausbildung zur Schreinerin bei der Schreinerei Nelles ab. Damit stehen zwei junge Frauen für Mayschoß, deren Alltag unterschiedlicher kaum sein könnte. Hier die Musik und die Oper, dort das Handwerk und die Werkstatt – und nun gemeinsam die Aufgabe, ihren Weinort zu vertreten.
Jubiläumsmajestäten werden geehrt
Vor der Proklamation erinnerte der Verein Heimat- & Tourismus Weinort Mayschoß e.V. auch an frühere Weinmajestäten. Geehrt wurden die Gold-Jubiläumsweinprinzessinnen Kornelia Schreiner und Petra Bertram, die ihr Amt vor 50 Jahren innehatten. Glückwünsche gab es zudem für die Silber-Jubiläumsweinkönigin Karina Weinand und ihre damalige Prinzessin Fabrizia. Unter den Gratulanten waren Ortsbürgermeister Olaf Leidreiter, Kreisbeigeordneter Horst Gies, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenahr, Dominik Gieler, sowie Ahrweinkönigin Anna Knieps. Anschließend gehörte die Bühne den neuen Majestäten. Laura Epstein eröffnete in ihrer ersten offiziellen Amtshandlung das Weinfest.
„In vino veri Spaß“
Dass es bei der Proklamation trotz aller Tradition keineswegs steif zuging, zeigte schon das Grußwort von Ortsbürgermeister Olaf Leidreiter. Er verabschiedete sich mit einer augenzwinkernden Abwandlung des bekannten lateinischen Ausspruchs „In vino veritas“: „In vino veri Spaß.“ Und Spaß hatten die Besucher in Mayschoß offensichtlich. Bei sonnigem Wetter füllte sich der Wooch-Platz schnell mit Gästen und Wanderern. Gleichzeitig waren zahlreiche Menschen beim Weinherbst Mittelahr und auf dem Rotweinwanderweg unterwegs. Am Abend sorgte die Liveband Rio 5 im Festzelt für musikalische Unterhaltung. Auch aus den Kellern kamen positive Signale. Zum Beginn der Mayschosser Weinwochen war die Weinlese nach Angaben der Veranstalter eingebracht. Dort schaue alles nach einem hervorragenden Weinjahrgang 2026 aus. Vor allem aber hatte Mayschoß an diesem Wochenende etwas zurück, das dem Weinort ein Jahr lang gefehlt hatte: seine eigenen Weinmajestäten.
Das Feierprogramm in Mayschoß
10.–11. Oktober 2026
An diesem Wochenende besuchen die Mayschosser Weinmajestäten die Mayschosser Gastronomie. Am Samstag spielt ab 19 Uhr die Live-Band ABRISSHELDEN.
17.–18. Oktober 2026
Das dritte Wochenende steht im Zeichen des Mayschosser Fests der 1000 Lichter. Am Samstag gibt es ab 19 Uhr Live-Musik mit RIO 5.
24.–25. Oktober 2026
Zum Abschluss der Mayschosser Weinwochen wird gemeinsam mit den Winzerinnen und Winzern „Maateljass“ gefeiert. Am Samstag spielt DOC ROCK ab 19 Uhr. Am Sonntag sorgt LAUTSTARK bereits ab 12 Uhr für Live-Musik.
