Liers bekommt neues Feuerwehrhaus für 1,5 Millionen Euro
Liers. Mit dem symbolischen Spatenstich sind am vergangenen Freitag, 2. Oktober, die Bauarbeiten für das neue Feuerwehrhaus in Liers offiziell gestartet. Vertreter aus Politik, Verwaltung, Feuerwehr und Projektplanung kamen mit Bürgern am neuen Standort „Im Böhnauel“ zusammen. Das bisherige Feuerwehrhaus kann statisch nicht mehr ertüchtigt werden. Deshalb entsteht Im Böhnauel ein Neubau. Rund 1,5 Millionen Euro sind dafür vorgesehen. Auf dem neu erworbenen, 1.084 Quadratmeter großen Grundstück sind eine Fahrzeughalle mit zwei Stellplätzen, Ausbildungs- und Büroflächen sowie Räume für Einsatz- und Übungsbetrieb geplant. Hinzu kommen Sozialräume, Werkstatt und Lagerflächen. Das Gebäude soll außerdem an das örtliche kalte Nahwärmenetz angeschlossen werden. Für die Feuerwehr ist der Neubau ein wichtiger Schritt. „Heute starten wir nicht nur den Bau eines neuen Gebäudes. Wir schaffen einen Ort für die Menschen, die Tag und Nacht bereitstehen, wenn andere Hilfe benötigen“, sagte Dominik Gieler, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenahr. Nach der Flut hätten die Feuerwehrleute unter schwierigsten Bedingungen weitergearbeitet, improvisiert und Verantwortung übernommen.
Dirk Schmitt, Löschgruppenführer der Feuerwehr Liers, sprach von einem „Quantensprung im Einsatz- und Übungsdienst“. Das neue Haus werde dem aktuellen Stand der Technik sowie den geltenden Unfallverhütungsvorschriften und Normen für Feuerwehrgerätehäuser entsprechen.
Auch Dirk Riske, Gruppenführer und stellvertretender Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehren der Verbandsgemeinde Altenahr, verwies auf die Erfahrungen der Flut. Der Neubau schaffe die Voraussetzungen dafür, auch künftig schnell und zuverlässig Hilfe leisten zu können. Liers ist dabei Teil eines größeren Wiederaufbaus: Insgesamt investiert die Verbandsgemeinde Altenahr 14 Millionen Euro, um Feuerwehrgerätehäuser neu zu bauen oder bestehende Gebäude zu sanieren. Weitere 1,7 Millionen Euro stehen für neue Technik bereit.
Kurzum: Nach Jahren des Improvisierens nimmt ein neuer, dauerhafter Standort für die Freiwillige Feuerwehr Gestalt an.
