Weltklasse-Bassistin bei „Funky Friday“ in Marienthal
Marienthal. Es war einer jener Abende, die gezeigt haben, warum „Musik und Wein im Ahrtal“ seit Jahren zu den besonderen Kulturveranstaltungen im Kreis Ahrweiler und darüber hinaus zählt. Mit der US-amerikanischen Musikerin Nik West präsentierte das Festival oberhalb des Klosters Marienthal eine Künstlerin, die weltweit auf renommierten Bühnen zu Hause ist – und die am Freitagabend rund 350 Besucher in Marienthal in ihren Bann zog.

Die Bassistin, Sängerin und Songwriterin aus Arizona brachte Funk, Rock und Soul nach Marienthal. Gemeinsam mit ihrer Band, Drummer: Ricardo Damon, Keys: Lorenzo Campese, Guitar: Simone Cesarini und Backup vokals Amber Sauer, schufen gemeinsam eine ganz besondere Atmosphäre, die vom ersten Moment an auf das Publikum übersprang. Dabei spielte nicht nur die Musik eine zentrale Rolle. Auch die Nähe zu den Besuchern machte den Auftritt zu einem bemerkenswerten Erlebnis.
Immer wieder suchte Nik West den direkten Kontakt zum Publikum. Als sie singend durch die Reihen der Zuschauer zog, verwandelte sich die ohnehin ausgelassene Stimmung endgültig in Festivalbegeisterung.
Internationale Klasse vor einzigartiger Weinbergs-Kulisse
Dass Nik West zu den außergewöhnlichen Musikerinnen ihrer Generation zählt, ist längst kein Geheimnis mehr. Die Künstlerin stand bereits in Metropolen wie Paris und London auf der Bühne und gilt als eine der profiliertesten Bassistinnen der internationalen Funk- und Rockszene. Bekannt wurde sie unter anderem durch ihre Zusammenarbeit mit Größen wie Quincy Jones und Prince. Ihre musikalische Handschrift verbindet technische Virtuosität mit einer energiegeladenen Bühnenpräsenz. Funk-Legende Bootsy Collins zählt zu ihren Bewunderern und hebt insbesondere ihre Bedeutung für die moderne Funkmusik hervor. In Marienthal kam diese Mischung hervorragend zur Geltung. Vor der Kulisse der Weinberge entwickelte sich ein Konzertabend, der musikalische Qualität und Festivalatmosphäre eindrucksvoll miteinander verband.
Festival setzt weiter auf besondere Akzente
Für die Veranstalter war der Abend zugleich ein Signal für die Zukunft. Der „Funky Friday“ soll auch künftig ein fester Bestandteil des Festivals bleiben. Niko Hoffmann-Gäb, ein Sohn des Festival-Gründers Gregor Gäb, betonte, dass man bewusst nicht ausschließlich auf bekannte „Mainstream-Programme“ setzen wolle.
„Wir möchten auch weiterhin Raum für außergewöhnliche Künstlerpersönlichkeiten schaffen und dem Festival damit ein unverwechselbares Profil geben“, so Niko Hoffmann-Gäb und betonte: „Diese Linie knüpft an die Idee unseres Vaters an, dessen Konzept meine Brüder Jannis, Alexis und ich fortführen werden.“
Gerade solche Konzertabende zeigen, dass „Musik und Wein im Ahrtal“ mehr sein möchte als eine Aneinanderreihung bekannter Namen. Das Festival lebt von besonderen Entdeckungen, musikalischer Vielfalt und einer Atmosphäre, die in dieser Form nur bei diesem Festival entsteht.
Gelungener Auftritt mit Blick auf das Jubiläum
Unter dem Strich erwies sich der Auftritt von Nik West als voller Erfolg. Die begeisterte Resonanz des Publikums, die besondere Kulisse und die Energie auf der Bühne machten den Abend zu einem der Höhepunkte der 19. Festivalauflage.
Für die Veranstalter dürfte dies zugleich Rückenwind für das kommende Jahr sein: 2027 steht die 20. Ausgabe von „Musik und Wein im Ahrtal“ an – und die Erwartungen an das Jubiläumsfestival sind bereits jetzt hoch.
