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Staub, Schweiß & Tuffstein

Zum Ende ihrer Grundschulzeit wurde es für die 4a und 4b der Grundschule Kempenich in Weibern noch einmal richtig staubig! Sie hatten die Schulbank gegen einen Besuch beim Steinhauerverein Weibern getauscht. Zusammen mit erfahrenen Steinmetzen ging es mit vollem Einsatz zur Sache.
Das Ende der Grundschulzeit lässt sich ganz bestimmt mit einer Riesenparty feiern. Oder mit einem Hammer in der Hand. Die Klassen 4a und 4b der Grundschule Kempenich haben sich kurz vor den Sommerferien für die Hammer-Variante entschieden.

 Wie Kempenicher Grundschüler das Steinmetz-Handwerk für sich entdeckten

Noah, einer der Grundschüler aus Kempenich.
Noah, einer der Grundschüler aus Kempenich.
Lenny, ein weiterer Grundschüler aus Kempenich.
Lenny, ein weiterer Grundschüler aus Kempenich.

Weibern/Kempenich. Das Ende der Grundschulzeit lässt sich ganz bestimmt mit einer Riesenparty feiern. Oder mit einem Hammer in der Hand. Die Klassen 4a und 4b der Grundschule Kempenich haben sich kurz vor den Sommerferien für die Hammer-Variante entschieden: Sie tauschten die Klassenraum gegen einen Besuch beim Steinhauerverein Weibern mit einem Hämmerkurs.

Geschichte, die man anfassen (und hauen) kann

Natürlich war das Ziel der Reise kein Zufall. Hat doch das Steinhauer-Handwerk die Region rund um Weibern über Jahrhunderte geprägt – und tut es bis heute. Zunächst gab es das nötige Fundament im Kopf. Gisela Ebert, die zweite Vorsitzende der Heimatfreunde Weibern, führte die jungen Gäste durch das Weiberner Tuffsteinmuseum und zeigte ihnen, wie die Geschichte des Ortes mit dem Stein verwoben ist. Danach ging es ans praktische Tun. Mit großem Engagement, glühendem Feuereifer und den Klassenlehrerinnen Kerstin Weidenbach und Judith Saalmann im Schlepptau machten sich die Schüler daran, ihr eigenes Kunstwerk aus dem Stein zu meißeln.

Erfahrene Steinmetze retten den Tuffstein vor dem Untergang

Man muss ehrlich sein: Wenn man einer Horde Viertklässler Hämmer gibt, kann das im Chaos enden. Doch die erfahrenen Weiberner Steinmetze hatten die Lage fest im Griff. Mit vielen Tipps und viel Geduld kümmerten sie sich um jedes Kind und dessen kreatives Projekt. So wurde aus einem rohen unbehauenen Tuffstein am Ende ein echtes, selbstgemachtes Kunstwerk für die Ewigkeit. Da so viel Handarbeit hungrig macht, durfte eine zünftige Vesper zur Stärkung nicht fehlen. Schließlich mussten die verlorenen Kräfte für den Endspurt reaktiviert werden. Für die Kinder war dieser Tag der perfekte, wenn auch staubige Schlusspunkt ihrer Grundschulzeit. Nach den Sommerferien trennen sich ihre Wege auf den weiterführenden Schulen- Aber die Erinnerung an diesen Abschlusstag bleibt – in Tuffstein gemeißelt

Mehr Informationen

Wer selbst einen Einblick in die Arbeit des Vereins werfen möchte, findet alle Infos hier

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