Dachstuhlbrand in Hümmel fordert rund 100 Einsatzkräfte
Hümmel. Am Samstagmittag, 4. Juli, geriet in Hümmel-Blindert aus bislang ungeklärter Ursache der Dachstuhl eines Einfamilienhauses in Brand. Was um 12.42 Uhr als Erstmeldung auflief, entwickelte sich rasch zu einem schweißtreibenden Großeinsatz für die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Adenau und darüber hinaus. Am Ende des Tages kämpften rund 100 Einsatzkräfte gegen die Flammen und die Sommerhitze.
Vier Bewohner retten sich – Verletzung bei Löschversuch

Glück im Unglück für die Menschen im Haus: Vier Personen konnten das brennende Gebäude eigenständig verlassen. Sie wurden sofort vom Rettungsdienst gesichtet, ein Transport ins Krankenhaus war glücklicherweise nicht notwendig. Dennoch gab es einen Leichtverletzten: Eine Person zog sich bei ersten eigenen Löschversuchen Verletzungen zu.
Hitze-Schlacht für die Feuerwehr: Support über die Landesgrenze hinaus
Unter der professionellen Leitung von Wehrleiter Dieter Merten und vor den Augen von Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) Frank Linnarz lief eine logistische Meisterleistung an. Weil das Feuer im Dachstuhl wütete, forderten die Retter massive Unterstützung an: Eine zweite Drehleiter kam aus Altenahr, eine weitere eilte sogar aus dem benachbarten nordrhein-westfälischen Mechernich herbei. Die größte Herausforderung für die 68 Kräfte der VG Adenau und ihre Kameraden war an diesem Samstag jedoch nicht nur das Feuer, sondern das Wetter. Bei extremer körperlicher Anstrengung und großer Hitze stießen die Atemschutzgeräteträger schnell an ihre Grenzen. Das DRK stand mit einem Rettungswagen zum Eigenschutz bereit, während im Schatten Zelte zur Regeneration und Verpflegung aufgebaut wurden. Um den Schutz im restlichen Verbandsgemeindegebiet hochzuhalten, wurden zeitgleich zahlreiche weitere Feuerwehren in ihren Gerätehäusern in Bereitschaft versetzt.
Aufwändige Suche nach Glutnestern bis in die Abendstunden
Obwohl das Hauptfeuer zügig unter Kontrolle gebracht werden konnte, zogen sich die Löscharbeiten bis tief in die Abendstunden hin. Die Crux bei Dachstuhlbränden: Die Einsatzkräfte mussten die Dachdämmung mühsam freilegen, um versteckte Glutnester aufzuspüren. Unterstützt wurden sie dabei von einer umfangreichen Atemschutzlogistik des Landkreises Ahrweiler sowie der Drohneneinheit Wiesemscheid, die das Gebäude aus der Luft überwachte und Glutnester ausfindig machte. Um 20.40 Uhr hieß es schließlich offiziell: „Der Brand ist gelöscht“. Die Feuerwehr stellt für die Nacht eine Brandwache, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Die Polizei hat die Ermittlungen zur genauen Brandursache aufgenommen.
