Entwarnung nur auf den ersten Blick: Aktuelle Lage & Tipps

Kreis Ahrweiler. Ein kleiner Atempause für die Wälder im Kreis Ahrweiler, aber noch lange keine Entwarnung: Am heutigen 1. August ist die Waldbrandgefahr im Kreis Ahrweiler auf Stufe drei von fünf gesunken. Doch auch bei mittlerer Gefahr reicht ein einziger Funke im ausgetrockneten Unterholz.
Stufe 3 täuscht: Der Waldboden bleibt durstig
Die Quecksilbersäule kletterte in den letzten Tagen steil nach oben, Regen blieb Mangelware. Dass der Deutscher Wetterdienst (DWD) den Waldbrandgefahrenindex nun auf Stufe drei taxiert, verschafft den Einsatzkräften ein kurzes Durchatmen. Mehr aber auch nicht. Der Grund ist simpel: Trockenes Laub, dürres Gras und Totholz in den Wäldern und an den Böschungen des Kreises Ahrweiler wirken nach wie vor wie ein trockenes Pulverfass. Eine flüchtig aus dem Autofenster geschnippte Kippe oder der heiße Katalysator eines geparkten Autos genügen, um innerhalb von Minuten ein Feuer auszulösen.
Kommunen im Dauerstress: Dank an Helfer und Landwirte
Wie schnell aus einer Unachtsamkeit Ernst wird, zeigte sich erst in der jüngsten Vergangenheit. So beispielsweise in den Verbandsgemeinden Brohltal und Adenau. Mehrfach mussten die Freiwilligen Feuerwehren zu Flächen- und Vegetationsbränden im freien Gelände ausrücken. Dass Schlimmeres verhindert werden konnte, lag an zwei Faktoren: dem blitzschnellen Eingreifen der ehrenamtlichen Feuerwehrleute und der tatkräftigen Hilfe heimischer Landwirte, die mit schwerem Gerät zum Löschen herbeieilten.
Fünf Regeln, die jetzt Wald und Dörfer schützen
Ein Blick in benachbarte Regionen zeigt, wie schnell Brände auf Wohnhäuser, Höfe und ganze Ortschaften übergreifen können. Diese Grundregeln gelten:
- Kein offenes Feuer: Grillen und Lagerfeuer sind im Wald und auf Freiflächen außerhalb ausgewiesener Plätze streng verboten.
- Kippen gehören in den Aschenbecher: Werfen Sie niemals Zigaretten aus dem Autofenster oder in die Natur.
- Auspuff ist kein Grill: Parken Sie Ihr Fahrzeug niemals auf trockenem Gras. Katalysatoren erreichen extrem hohe Temperaturen.
- Zufahrten freihalten: Blockieren Sie keine Wald- und Feldwege. Rettungsfahrzeuge brauchen Platz.
- Sofort reagieren: Bei Qualm oder Flammen im Gelände sofort den Notruf 112 wählen.
Aktuelle Informationen zur Lage im heimischen Wald finden Sie online
