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Ein Stück Ahr-Radweg frei

Die Eröffnung des Ahr-Radweges zwischen Walporzheim und Laach bei Mayschoß stieß auf großes Medieninteresse.
Ab sofort ist der Ahr-Radweg zwischen Walporzheim und dem Mayschoß-Laach wieder offiziell für den Radverkehr freigegeben.

Von Walporzheim nach Mayschoß-Laach auf zwei Rädern

Walporzheim. Ab sofort ist der Ahr-Radweg zwischen Walporzheim und dem Mayschoß-Laach wieder offiziell für den Radverkehr freigegeben. Nach der Flutkatastrophe im Sommer 2021, die das beliebte Asphaltband an der Mittelahr weitgehend dem Erdboden gleichgemacht hatte, schließt sich damit eine weitere Lücke im regionalen Radnetz. Für den gebeutelten Rad-Tourismus ist das ein spürbarer Schritt nach vorn. Wer allerdings hofft, bereits die kompletten 80 Kilometer von der Quelle bis zur Mündung in den Rhein bei Remagen ungestört abradeln zu können, muss die Gangschaltung noch etwas flexibel nutzen.

Brücken neu gedacht: Millionen-Investition in die Hochwasservorsorge

Besonders schöne Ausblicke bietet der Ahr-Radweg an der Bunten Kuh, einem Naturdenkmal bei Walporzheim.
Besonders schöne Ausblicke bietet der Ahr-Radweg an der Bunten Kuh, einem Naturdenkmal bei Walporzheim.

Der Bund hat sich diesen wichtigen Teilabschnitt, der in seiner Baulast liegt, einiges kosten lassen: Mehr als 14 Millionen Euro flossen in den Wiederaufbau. Doch es wurde nicht einfach nur alter Asphalt eins zu eins ersetzt. Um für künftige „Wetterkapriolen“ gewappnet zu sein, wurden Brücken zur Hochwasservorsorge gebündelt und komplett neu errichtet, bestehende Bauwerke aufwendig instandgesetzt und die Strecke zukunftsfähig ausgebaut. „Mit der Freigabe dieses Abschnitts zeigen wir erneut, dass die zugesagten Mittel schnell und wirksam in konkreten Projekten vor Ort umgesetzt werden“, betonte Dr. Claudia Stutz, Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr.

Zwei Baustellen-Nüsse, die noch geknackt werden müssen

Wo viel Licht ist, gibt es im Ahrtal naturgemäß auch noch Schatten – oder schreiben wir: Umleitungen. Wer die neue Freiheit testet, sollte wissen, dass nach der aktuellen Freigabe noch zwei harte Unterbrechungen ohne ausgeschilderte Ersatzroute existieren:

  • Zwischen Ahrbrück und Pützfeld: Hier hat der Tiefbau-Gott vor den Radweg die Erneuerung einer Wohnstraße gesetzt.
  • Im Bereich Laach: Die alte Rad- und Fußgängerbrücke wurde von der Flut zerstört. Aus Gründen des Hochwasserschutzes darf sie exakt dort nicht wieder aufgebaut werden. Aktuell tüfteln die Planer an einer neuen, hochwasserangepassten Wegeführung.
Am Ende des fertiggestellten Ahr-Radweges bei Mayschoß.
Am Ende des fertiggestellten Ahr-Radweges bei Mayschoß.

Zudem kann es auf dem frisch freigegebenen Teilstück hier und da noch zu vereinzelten Restarbeiten kommen. Augen auf und Schilder beachten lautet die Devise!

Der Sommerblick nach vorn: Altenahr steht in den Startlöchern

Trotz der verbleibenden Nadelöhre wächst die Verbindung Stück für Stück wieder zu einem großen Ganzen zusammen. Und die nächste gute Nachricht wirft bereits ihren Schatten voraus: Schon im Laufe dieses Sommers soll ein weiterer wichtiger Abschnitt bei Altenahr freigegeben werden. Auch dort laufen die Arbeiten laut Ministerium mit Hochdruck voran. Bis dahin gilt: Wer auf den noch nicht fertiggestellten Abschnitten strandet, nutzt die ausgeschilderten Ausweichrouten oder steigt unkompliziert auf die Ahrtalbahn um. Hauptsache, es rollt wieder im Tal!

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