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Die Leichtathletik-Hoffnung

Lina Näkel gilt als große Hoffnung der Leichtathletik im Kreis Ahrweiler.
Lina Näkel gehört zu den jungen Namen, die in der Leichtathletik des Kreises Ahrweiler zunehmend Aufmerksamkeit bekommen.

Spaß, Ehrgeiz und Bundeskader-Traum: Lina Näkel im Portrait

Dernau. Sie trainiert hart und bleibt dabei bemerkenswert ruhig. Lina Näkel gehört zu den jungen Namen, die in der Leichtathletik des Kreises Ahrweiler zunehmend Aufmerksamkeit bekommen. Wer mit ihr spricht, merkt schnell: Hier wächst eine Athletin heran, die weiß, dass Fortschritt oft leise beginnt. Während andere gern über Medaillen reden, spricht Lina Näkel lieber über Technik, Trainingsfortschritte und Freude am Sport. Vielleicht ist genau das ihre größte Stärke.

Akribische Vorbereitung

Nachwuchsleichtathletin Lina Näkel aus Dernau spricht über Ehrgeiz, Druck, persönliche Bestleistungen.
Nachwuchsleichtathletin Lina Näkel aus Dernau spricht über Ehrgeiz, Druck, persönliche Bestleistungen.

Die kommende Freiluftsaison hat sie akribisch vorbereitet. Auch während der Hallensaison habe sie intensiv trainiert, erzählt die Nachwuchsathletin. Besonders an ihrer Technik habe sie gearbeitet unter anderem im Trainingslager im olympischen Trainingszentrum Kienbaum. Dort, wo viele Talente an Feinheiten feilen, die später über Zentimeter und Sekunden entscheiden. Und Lina Näkel spürt offenbar, dass sich etwas entwickelt. „Ich habe gute Fortschritte im Training gemerkt“, sagt sie. Im Fokus stehen für sie nun die Rheinland-Pfalz-Meisterschaften U20/U16 in Kaiserslautern. Doch wer erwartet, dass die junge Athletin dort sofort von Podestplätzen spricht, wird überrascht. Näkel bleibt geerdet. Für sie gehe es eher um eine Standortbestimmung. Vor allem wolle sie Spaß haben und ohne überzogene Erwartungen an den Start gehen.

Konkurrenz gehört zum Leistungssport dazu

Denn natürlich weiß auch Lina Näkel, dass Konkurrenz zum Leistungssport dazugehört. Sie spricht offen darüber, dass „einige starke Athletinnen“ an den Start gehen werden. Gleichzeitig freut sie sich genau darauf. Nicht trotz der Konkurrenz – sondern wegen ihr. Der Vergleich reizt sie. Der Wettkampf motiviert sie. Auffällig ist dabei ihre Haltung zum Erfolg. Eine Medaille? Schön, sagt sie. Wichtiger sei ihr jedoch die eigene Leistung. Eine neue persönliche Bestleistung bedeute ihr mindestens genauso viel wie eine gute Platzierung. Dieser Blick auf Entwicklung statt bloß auf Resultate verrät viel über ihren sportlichen Charakter.

Unterstützung gibt ihr Rückenwind

Dass sie im Kreis Ahrweiler bereits als „Leichtathletikhoffnung“ gilt, scheint sie dabei nicht zu belasten. Im Gegenteil. Zusätzlichen Druck empfinde sie kaum. Vielmehr gebe ihr die Unterstützung Rückenwind. Sie freue sich darüber, dass so viele Menschen an sie glauben. Auch ihr Umfeld spiele dabei eine wichtige Rolle. Trainerteam, Verein und Familie gäben ihr viel Unterstützung – mental ebenso wie organisatorisch. Gerade im Nachwuchsleistungssport ist das oft der Unterschied zwischen Talent und tatsächlicher Entwicklung.

Und die Ziele?

Die formuliert Lina Näkel vorsichtig, aber klar. In den kommenden Jahren möchte sie sich weiterentwickeln und bei Deutschen Meisterschaften gut abschneiden. Der Bundeskader sei „ein großes Ziel“. Doch dann folgt jener Satz, der vielleicht mehr über sie aussagt als jede sportliche Ambition. Am wichtigsten sei ihr, „dass ich bis dahin immer noch Spaß daran habe und motiviert bleibe“. Genau darin steckt womöglich das Geheimnis vieler erfolgreicher Karrieren. Wer den Spaß nicht verliert, hält Belastung aus. Wer Motivation nicht erzwingen muss, bleibt dran. Und wer sich selbst nicht größer macht als nötig, wirkt oft stärker als jene, die ständig von sich reden.

 

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