Ab 3. August rollt der Ausbau – und zeitweise nicht mehr viel

Rech. Wer durchs Ahrtal reist, bringt Geduld mit und wird nun in Rech erneut auf die Probe gestellt: Am 3. August startet der Vollausbau der B 267 durch den Ort. Auf 250 Metern wird nicht nur an der Oberfläche gekratzt, sondern tief gegraben. Straßenbauer lieben präzise Begriffe. Was im Amtsdeutsch unschuldig „Vollausbau der Ortsdurchfahrt“ heißt, bedeutet für den Alltag zwischen Weinbergen und Ahr eine Operation am offenen Herzen der B 267 in Rech. Auf einer Länge von rund 250 Metern erneuert das Projektbüro Wiederaufbau Ahrtal des LBM Cochem-Koblenz die Fahrbahn samt Entwässerungseinrichtungen von Grund auf.
Mehr als nur neuer Asphalt: Die Details der Baustelle
Mit einer Asphaltdecke allein ist es in Rech nicht getan. Das Bauunternehmen Martin Wurzel Baugesellschaft mbH aus Jülich, das den Zuschlag nach einer öffentlichen Ausschreibung erhielt, krempelt den Streckenabschnitt komplett um:
- Fahrbahn & Entwässerung: Vollständige Erneuerung der Straßenfläche und der Entwässerung.
- Ränder & Wege: Neue Bord- und Rinnenanlagen sowie der Neuaufbau von Rad- und Gehweg.
- ÖPNV & Wasser: Neugestaltung des Bushaltestellenbereichs und streckenweise Erneuerung der Wasserleitung.
Ampel statt Freie Fahrt: Halbseitig durch die Baustelle
Damit der Verkehr nicht vollends zum Erliegen kommt, erfolgt die Baumaßnahme in mehreren Abschnitten unter halbseitiger Verkehrsführung. Das schont die Nerven der Autofahrer zumindest phasenweise. Doch ganz ohne Schmerzen geht es bei einem Vollausbau nicht ab: Für die abschließenden Asphaltarbeiten schrumpft der Bewegungsspielraum auf null.
Gar nichts geht mehr: Die Vollsperrung kommt zum Schluss
Sobald der heiße Asphalt eingebracht wird, gilt eine kurzzeitige vollständige Sperrung des Baufeldes. In diesem Zeitfenster können selbst Anlieger ihre Grundstücke nicht mehr mit dem Auto anfahren. Das Projektbüro verspricht, diese Einschränkungen auf das absolut notwendige Maß zu reduzieren und betroffene Anwohner rechtzeitig über Dauer und Ablauf zu informieren.
Rettungsdienste im Einsatz: Wer kommt noch durch?
Für Notfälle gibt es eine klare Sicherheitsgarantie: Rettungsfahrzeuge können das Baufeld im Einsatzfall grundsätzlich passieren. Einzige Ausnahme ist der eigentliche Asphalteinbau, bei dem das heiße Material eine Durchfahrt unmöglich macht. Diese exakten Sperrzeiten kündigt die Projektleitung des Projektbüros Wiederaufbau Ahrtal im Vorfeld gesondert an.
Zielgerade im Oktober 2026
Spätestens im Laufe des Monats Oktober 2026 soll das Werk vollbracht sein, sofern das Wetter mitspielt und keine unvorhergesehenen örtlichen Überraschungen im Boden lauern. Das Projektbüro Wiederaufbau Ahrtal bittet alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die unvermeidbaren Behinderungen. Wer tagesaktuell auf dem Laufenden bleiben möchte, findet Details zur Verkehrsführung im Mobilitätsatlas des Landes unter verkehr.rlp.de.
Fakten-Check: B 267 Ortsdurchfahrt Rech
- Baubeginn: 3. August 2026
- Geplantes Ende: Im Laufe des Monats Oktober 2026 (unter Berücksichtigung von Witterung & örtlichen Erfordernissen)
- Baufeld: Ca. 250 Meter Ortsdurchfahrt Rech (B 267)
- Verkehrsführung: Halbseitig; kurzzeitige Vollsperrung nur während der abschließenden Asphaltarbeiten
- Bauunternehmen: Martin Wurzel Baugesellschaft mbH (Jülich)
- Bauherr / Projektleitung: Projektbüro Wiederaufbau Ahrtal (LBM Cochem-Koblenz)
- Verkehrs-Infos: Mobilitätsatlas unter verkehr.rlp.de
