Heimat. Herz. Höhepunkte.
Digitale Heimat für den Kreis Ahrweiler.

Bombe in Dernau entschärft

Die entschärfte Bombe ist für den Abtransport vorbereitet.
Großeisatz im Dernauer Ahrweg. Eine Weltkriegsbombe erfordert die Evakuierung von hunderten Menschen und die Sperrung der B 267 sowie der Ahrtalbahn. Dank des perfekten Zusammenspiels von Feuerwehr, Polizei, DRK und dem Kampfmittelräumdienst lief alles reibungslos.

Aufatmen an der Ahr. Das Protokoll der Erleichterung 

Dernau. Großalarm und glückliches Ende in Dernau. Eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg hielt den Ort in Atem. Am vergangenen Freitagvormittag, 12. Juni, schwebte Dernau im Ausnahmezustand. Doch der Krimi endete ohne Zwischenfälle. Die Evakuierung lief wie am Schnürchen, 630 Menschen mussten aus ihren Häusern raus. Die Entschärfung verlief problemlos.

Der Schock im Ahrweg: Ein gefährliches Erbe im Bagger

Arbeiter stießen am Donnerstag, 11. Juni bei planmäßigen Sondierungsarbeiten zur Wiederherstellung der Ahr auf das hochexplosives Relikt. Im Bereich des Ahrwegs lag sie im Boden: eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe. Die Diagnose der Experten: Akute Gefahr. Der Kampfmittelräumdienst (KMRD) Rheinland-Pfalz musste anrücken. Um die Fundstelle zogen die Behörden sofort einen Sicherheitsradius von 300 Metern.

Disziplin schlägt Chaos: 630 Bürger räumen das Feld

Sicherheits- und Rettungskräfte machten Rundgänge durch den Ort.
Sicherheits- und Rettungskräfte machten Rundgänge durch den Ort.

Freitagmorgen, 8.30 Uhr: Die Uhr tickte unerbittlich. Die Vorgabe der Einsatzleitung war klar: Bis exakt 9 Uhr musste die rote Zone menschenleer sein. Rund 630 betroffene Anwohner packten das Nötigste und verließen pünktlich ihre Häuser. Die Freiwilligen Feuerwehren der Verbandsgemeinde Altenahr übernahm die Absicherung. Mit 30 Einsatzkräften kontrollierten die Retter das Gebiet Haus für Haus. Gleichzeitig riegelte die Polizei Bad Neuenahr-Ahrweiler mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei das Areal weiträumig ab. Die Bundesstraße 267 wurde voll gesperrt. Selbst auf den Schienen der Ahrtalbahn ging nichts mehr.

Solidarität im Fokus: Niemand bleibt zurück

Während die Entschärfer ihre Werkzeuge bereitlegten, lief im Hintergrund die Rettungskette für die Schwachen:

  • Spezialtransport für Senioren: Zwei pflegebedürftige Personen konnten das Gebiet nicht aus eigener Kraft verlassen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) rückte mit fünf Fachkräften, einem Rettungswagen und einem Krankentransportwagen an. Die Sanitäter brachten die Senioren sicher nach Altenburg in das Seniorenzentrum „Ahrschleife“, das vorab Plätze reserviert hatte.
  • Nachbarschaftshilfe in Marienthal: Im dortigen Freundschaftshaus öffnete eine warme Sammelunterkunft. Elf Evakuierte fanden dort Unterschlupf. Ehrenamtliche Helfer aus der Nachbarschaft versorgten die Dernauer und vertrieben die Sorgen mit Gesprächen und Kaffee.

Die Entschärfer siegen über den Zünder

Nachdem die Einsatzleitung das geräumte Gebiet an den Kampfmittelräumdienst übergeben hatte, begann das Präzisionsspiel. Die Experten arbeiteten konzentriert und zügig. Bald danach kam das erlösende Signal: Die Bombe ist unschädlich gemacht. Die Gefahr ist vorbei, alle Warnungen sind vom Tisch. Die B 267 ist wieder frei, die Ahrtalbahn rollt wieder. Die Verbandsgemeindeverwaltung Altenahr zieht eine makellose Bilanz und dankt den besonnenen Bürgern sowie den Ehren- und hauptamtlichen Rettern für diesen vorbildlichen Einsatz. Dernau atmet auf.

Ähnliche Artikel

Grauer Bahnhofsbeton war gestern. Am neuen Haltepunkt in Dernau ist ein echtes Kunstwerk entstanden, das der Berliner East Side Gallery Konkurrenz macht. Acht Motive, das Herzensprojekt des Ortsbürgermeisters.

Kunst statt Beton

Der graue Beton am neuen Haltepunkt der Ahrtalbahn in Dernau ist Vergangenheit. Das triste Grau ist Farbe gewichen. In der Schmittmannstraße – unter Einheimischen schlicht als „de Chaussee“ bekannt – ist ein neues Kunstwerk entstanden. ...
Weibern hat am Wochenende gezeigt, wie man eine unvergessliche Kirmes feiert! Warum der Ortsbürgermeister jetzt schon das nächste Fest plant und wie der Vereinsring das ganze Dorf glücklich gemacht hat.

Kirmes Weibern 2026

Kirmeszeit in Weibern. Das bedeutete für dieses Jahr konkret: Vom 3. bis zum 6. Juli verwandelte sich das Gelände um die Robert Wolff Halle in eine lebendige Festmeile. ...

Hervorgehobene Beiträge:

Daniel Jungbluth aus Bad Breisig hat einen sicheren Job aufgegeben, um noch einmal ganz neu anzufangen. Mit einer Lehre im Schreinerhandwerk. In der Schreinerei Kutzner & Ritzdorf in Bad Breisig.

Vom Laptop zur Werkbank

Bad Breisig. Daniel Jungbluth aus Bad Breisig hat mit 32 Jahren seine Karriere in der IT-Branche gegen eine Ausbildung im Tischlerhandwerk getauscht. Und das in Teilzeit, damit neben dem beruflichen Neustart auch genügend Zeit für seine Familie blieb. ...
Der Steinhauerverein Weibern bewahrt das traditionelle Steinmetzhandwerk mit Weiberner Tuffstein. Besonders die Schnupperkurse für Hobbysteinmetze sind ein Markenzeichen des Vereins.

Aus Tuff und Zeit gemeißelt

Weibern. Seit über drei Jahrzehnten hält der Steinhauerverein Weibern 1994 ein Handwerk lebendig, das diesen Ort Weibern im Kreis Ahrweiler geprägt hat wie kaum ein anderes: das Arbeiten mit Weiberner Tuffstein. ...
Der Hallencup der Verbandsgemeinde Adenau startet zwischen den Jahren mit neuem Format und acht Teams.

Winter draußen-Tore drinnen

Adenau. Zwischen Weihnachten und Silvester gehört die Turnhalle der Realschule plus Adenau traditionell dem Fußball. Der Hallencup der Verbandsgemeinde Adenau ist seit Jahrzehnten fester Bestandteil des sportlichen Jahresausklangs. ...