SV Kripp investiert 160.000 Euro im Sportpark „Am Querweg“
Kripp. Kinder stürmten am vergangenen Samstag das neue Multifunktionsfeld des SV Kripp, als hätten sie nur darauf gewartet. Mit der offiziellen Einweihung im Sportpark „Am Querweg“ hat der SV Kripp das nächste große Kapitel seiner Vereinsentwicklung aufgeschlagen. Rund 160.000 Euro investierte der Verein in die moderne Anlage, die künftig Raum für Basketball, Tennis, Fußball, Volleyball und Badminton bieten soll. Dass ein Sportverein heute baut, erweitert und Zukunft plant, ist längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Umso bemerkenswerter wirkt der Weg, den der SV Kripp seit Jahren einschlägt.
SV Kripp wächst – und schafft Platz für neue Ideen

Vereinsvorsitzender Marc Göttlicher erinnerte bei der Eröffnung an eine Entwicklung, die sich sehen lassen kann: Innerhalb von zehn Jahren hat sich die Mitgliederzahl nahezu verdoppelt. Rund 1.200 Mitglieder zählt der Verein inzwischen. Mit dem Wachstum kamen neue Sportangebote hinzu, besonders im Freizeit- und Breitensport. Genau dort soll das Multifunktionsfeld künftig eine zentrale Rolle spielen. Denn moderne Vereine wissen: Menschen wollen sich bewegen, aber nicht immer im klassischen Vereinsraster von Dienstagstraining und Sonntagsspiel.
Prominente Gäste würdigen Ehrenamt in Kripp
Zur feierlichen Einweihung begrüßte der Verein zahlreiche Gäste aus Politik und Sport. Unter ihnen: die Kreisbeigeordnete Sabine Glaser, Remagens Bürgermeister Björn Ingendahl, Ortsvorsteher Axel Blumenstein sowie Vertreter des Sportkreises und des Ortsbeirates. In ihren Grußworten lobten die Redner insbesondere das ehrenamtliche Engagement im Verein und die kontinuierliche Entwicklung des gesamten Sportparks. Tatsächlich ist am „Querweg“ in den vergangenen Jahren einiges entstanden: Vereinsheim, Umkleidegebäude, Gymnastikhalle und Pumptrack-Anlage. Das neue Multifunktionsfeld reiht sich nun in eine Infrastruktur ein, die längst über klassische Fußballplätze hinausgeht.
Fördergelder helfen – doch der Verein trägt große Last selbst
Die ersten Planungen begannen bereits 2024. Nach der Förderzusage des Landessportbundes starteten die Bauarbeiten im November 2025. Unterstützt wurde das Projekt vom Landessportbund, der Stadt Remagen, dem Kreis Ahrweiler sowie von Kreissparkasse Ahrweiler und VR Bank RheinAhrEifel. Trotz aller Zuschüsse bleibt für den Verein ein Eigenanteil von rund 90.000 Euro. Eine Summe, die zeigt: Zukunft entsteht nicht allein durch Förderbescheide. Sondern durch Menschen, die anpacken. Genau darauf hob Göttlicher in seiner Ansprache mehrfach ab. Sein Dank galt den Ehrenamtlichen, Sponsoren und Unterstützern, ohne die ein solches Projekt nicht möglich gewesen wäre.
SV Kripp plant bereits das nächste Projekt
Wer glaubt, nach diesem Kraftakt kehre nun Ruhe ein, kennt den SV Kripp schlecht. Der Verein kündigte bereits das nächste Vorhaben an: einen Jugendraum mit Elterncafé. Der Baustart könnte noch in diesem Jahr erfolgen. Das klingt zunächst unspektakulär. Ist es aber nicht. Denn moderne Sportvereine sind längst mehr als Orte für Tabellen und Tore. Sie werden Treffpunkte. Sozialräume. Heimat auf Zeit.
