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Museumstag in Weibern

Vom Steinbruch ins Herz: Warum der Museumstag in Weibern so viele bewegte.
In Weibern zeigte sich am vergangenen Sonntag, dass gerade die kleinen Museen die größten Geschichten erzählen. Im Tuffsteinmuseum im ehemaligen Bahnhof wurde Geschichte nicht nur erklärt, sie wurde quasi lebendig. 

Tuffsteinmuseum begeistert mit Geschichte und Handwerk

Paul war mit seinen Eltern aus Oberzissen nach Weibern gekommen und musste natürlich zu Hammer und Meißel greifen.
Paul war mit seinen Eltern aus Oberzissen nach Weibern gekommen und musste natürlich zu Hammer und Meißel greifen.

Weibern. In Weibern zeigte sich am vergangenen Sonntag, dass gerade die kleinen Museen die größten Geschichten erzählen. Im Tuffsteinmuseum im ehemaligen Bahnhof wurde Geschichte nicht nur erklärt,  sie wurde erlebt. Bereits zum dritten Mal beteiligte sich das Tuffsteinmuseum am bundesweiten  Museumstag. Organisiert wurde er von den Heimatfreunden Weibern, die das Museum mit viel ehrenamtlichem Engagement betreiben. Für Gisela Ebert, zweite Vorsitzende des Vereins, ist klar: Der Ort lebt von seiner Geschichte und die Geschichte lebt vom Erzählen.

Ein Stein, der eine Region geprägt hat

Tuffstein ist in Weibern weit mehr als Baumaterial. Er gehört zur Identität des Ortes. Das Museum zeigt dabei, wie eng die Geschichte des Dorfes mit dem vulkanischen Gestein verbunden ist. Der Steinbruch, die Häuser aus Tuffstein und die Arbeit der Steinhauer prägen Weibern bis heute sichtbar.

Dass dieser Stein sogar an weltbekannten Bauwerken Verwendung fand, überraschte viele Besucher. Unter anderem wurden der Kölner Dom, der Gürzenich, die Beethovenhalle in Bonn und das Kloster Maria Laach mit Weiberner Tuffstein gebaut.

Museumstag als Begegnungsort

Besonders bemerkenswert: Der Museumstag wurde nicht nur zum kulturellen Ereignis, sondern auch zum sozialen Treffpunkt. Viele Einheimische nutzten den Nachmittag für Begegnungen und Gespräche. Gleichzeitig kamen Neubürger, um ihren neuen Heimatort besser kennenzulernen. Geschichte wurde damit zur Brücke zwischen alten und neuen Weibernern.

Das passte perfekt zum diesjährigen Motto des Museumstags: „Museen mit Freude entdecken“. In Weibern wurde daraus mehr als ein Werbespruch. Das Museum wurde zum Ort des Austauschs: bodenständig, offen und lebendig.

In den Steinbruch 

Gisela Ebert und Bernhard Klapperich von den Heimatfreunden Weibern zeigten an einem Modell der Region, wo sich das Museum befindet.
Gisela Ebert und Bernhard Klapperich von den Heimatfreunden Weibern zeigten an einem Modell der Region, wo sich das Museum befindet.

Besonders gefragt waren die Führungen in den nahegelegenen Steinbruch. Mitglieder des Steinhauervereins erklärten fachkundig die harte Arbeit hinter dem Abbau und der Bearbeitung des Tuffsteins. Helmut Reuter, Bernhard Klapperich und Heinz Udo König führten die Besucher mit großem Engagement durch die Geschichte des Handwerks. Und dann wurde es praktisch. Der Steinhauerverein stellte Tuffstein und Werkzeug zur Verfügung. Nicht nur Kinder griffen beherzt zu Hammer und Meißel. Auch manche Erwachsene entdeckten plötzlich ihren inneren Steinmetz.

Hinweis: Der Weiberner Steinhauerverein bietet Kurse für Interessierte an: So beispielsweise am 27. Juni in Zusammenarbeit mit der Kreisvolkshochschule Ahrweiler.

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