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DenkAHR wird ausgezeichnet

Passend zum kommenden Weihnachtsfest bietet der Verein DenkAHR e.V. einen kleinen Bronzestein als besonderes Geschenk an: gefertigt in der Metallwerkstatt von Maria Laach, graviert in der Grafschaft, die Verpackung hat eine Ahrweiler Firma beigesteuert. Ein Stück symbolischer Erinnerung zum Mitnehmen.
Dernau. Es war ein besonderer Abend in Dernau, bei der „Ahrena der Ideen“ in der Dagernova. Dort zeichnete der Spenden-Shuttle e. V. zum Finale zehn Projekte aus. Darunter den eingetragenen Verein DenkAHR, der mit seiner geplanten Gedenkstätte für die Opfer der Flutkatastrophe 2021 eine bedeutende Erinnerungsinitiative vorantreibt.

Beachtlicher Preis bei der „Ahrena der Ideen“

Dernau. Es war ein besonderer Abend in Dernau, bei der „Ahrena der Ideen“ in der Dagernova. Dort zeichnete der Spenden-Shuttle e. V. zum Finale zehn Projekte aus. Darunter den eingetragenen Verein DenkAHR, der mit seiner geplanten Gedenkstätte für die Opfer der Flutkatastrophe 2021 eine bedeutende Erinnerungsinitiative vorantreibt.

Über 60 Bewerbungen wurden eingereicht, so viele, dass die Jury kurzerhand entschied, statt fünf gleich zehn Finalisten zu küren. Ein Blick auf die Vielfalt der Ideen zeigte, wie Menschen im Tal anpacken und gestalten. Insgesamt 300.000 Euro Preisgeld standen am Ende bereit, eine Summe, die dank der VR Bank RheinAhrEifel noch spontan um 50.000 Euro wuchs.

Bei der „Ahrena der Ideen“ wurde der Verein DenkAHR für die geplante zentrale Gedenkstätte im Kaiser-Wilhelm-Park ausgezeichnet.
Bei der „Ahrena der Ideen“ wurde der Verein DenkAHR für die geplante zentrale Gedenkstätte im Kaiser-Wilhelm-Park ausgezeichnet.

Unter den drei Hauptpreisträgern der Kategorie drei, dotiert mit 50.000 Euro, befindet sich der Verein DenkAHR e. V.. Der Verein möchte gemeinsam mit dem Initiator, dem Künstler Jochen „Josh“ Diedenhofen ein Denkmal schaffen, das nicht nur erinnert. Das Denkmal soll berühren und die Erinnerung wachhalten. Der Künstler sagt: „ein Denkmal gegen die Flutdemenz“.

Das geplante Mahnmal im Kaiser-Wilhelm-Park in Bad Neuenahr soll unübersehbar signalisieren, wie tief sich die Nacht vom 14. Juli auf dem 15. Juli 2021 in das Tal und in die Köpfe der Menschen eingeschnitten hat. Es soll klar machen, warum Erinnern mehr ist als Rückblick:

  • 14 Meter Länge und 7 Dezimeter Breite: ein Verweis auf das Datum der Flutnacht (14.07.21).
  • 4,50 Meter Höhe: die durchschnittliche Wasserhöhe jener Stunden, die alles veränderten.
  • 136 Bronzewürfel: einer für jede verstorbene Person – 135 für die direkte Flutnacht, einer für jene, die später an den Folgen starben. Jeder Würfel: ein individuelles Schicksal.

Auch die Materialien des Denkmals erzählen Geschichte: Die Steine stammen aus der zerstörten Kirche und dem alten Pfarrhaus in Ahrbrück, verbunden mit recyceltem Beton. Nach Angaben des Künstlers eine Brücke zwischen Vergangenheit und Wiederaufbau. „DenkAHR ist ein Ort der Stille und der Trauer“, betont Initiator „Josh“ Diedenhofen.

In Dernau ließen die Vereinsmitglieder von DenkAHR einen der 136 Bronzewürfel durch die Reihen der Besucher wandern. Dieser wird auch in dem Denkmal verbaut werden. Die Gäste konnten so im wahrsten Sinne „begreifen“, wie sich Erinnerung anfühlt und was sie wiegen kann. Passend zum kommenden Weihnachtsfest bietet der Verein zudem einen kleinen Bronzestein als besonderes Geschenk an: gefertigt in der Metallwerkstatt von Maria Laach, graviert in der Grafschaft, die Verpackung hat eine Ahrweiler Firma beigesteuert. Ein Stück symbolischer Erinnerung zum Mitnehmen. Rund 40 Vorbestellungen gibt es bereits. 149 Euro kostet der Stein, davon gehen 60 Euro direkt an das Denkmalprojekt. Bestellungen nimmt Josh Diedenhofen entgegen. Die Adresse: denkahr@t-online.de

Die Jury würdigte das Projekt als ein Werk, das dem Ahrtal etwas gibt, das man nicht bauen, kaufen oder verordnen kann: gemeinschaftliches Erinnern.

Denn ein Denkmal – davon ist die Initiative überzeugt – könne zwar keine Toten zurückbringen. Aber es könne sichtbar machen, dass diese Region nicht vergisst. Und dass Solidarität auch Jahre nach der Katastrophe trägt.

 

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