Feuerwehr kämpfte gegen Flammen
Niederzissen. Im Industriegebiet Brohltal-Ost, Bereich „Im Stiefelfeld“, stand ein holzverarbeitender Betrieb in Flammen. Am Freitagabend um 22:50 Uhr schlug die Feuerwehr Alarm. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannte die Fabrik bereits lichterloh. Rund 110 Feuerwehrleute und Helfer kämpften in der Nacht gegen die Ausbreitung der Flammen. Ihr erstes Ziel: Die Nachbargebäude schützen. Das gelang. Durch eine sogenannte Riegelstellung koppelten die Wehrleute das Feuer ab und retteten die angrenzenden Objekte.
Rauchwolke zog über das Gebiet
Der dichte Qualm drückte zu Boden, nahm die Sicht und roch beißend. Die Behörden warnten die Bevölkerung vorsorglich über die Warn-Apps NINA und KATWARN. Anwohner mussten Fenster und Türen schließen. Mittlerweile gibt es Entwarnung: Die App-Meldungen sind aufgehoben, eine Gefahr für die Bevölkerung besteht nach aktueller Einschätzung nicht mehr.
Hightech-Hilfe in den Morgenstunden
Das Feuer ist unter Kontrolle, doch die Arbeit fängt jetzt erst richtig an. Da das Brandgut schwer zugänglich ist, holte sich die Feuerwehr tatkräftige und maschinelle Unterstützung. Das Technische Hilfswerk rückte mit einem Bagger an, um die Glutnester auseinanderzuziehen. Dazu: Ein ferngesteuerter Kettenroboter (LUF) der Werkfeuerwehr Lohmann & Rauscher aus Andernach unterstützt die Löschmannschaft. Das Gerät besitzt eine leistungsstarke Turbine und fährt dort hinein, wo es für Menschen wegen der enormen Hitze schlicht zu gefährlich ist. Der Einsatz wird noch bis in die Morgenstunden andauern. Ein Teil der Retter konnte die Einsatzstelle bereits verlassen. Zur Brandursache und zur Schadenshöhe können Feuerwehr und Polizei noch keine Angaben machen.
Wir bleiben für Sie dran.
