In Kripp geht Völkerverständigung durch den Magen
KRIPP. Wer am vergangenen Samstag den Weg zur Schützenhalle im Sandweg in Kripp fand, brauchte Appetit und Neugier. Der Traditionsverein Kripp e.V. lud zum großen Begegnungsfest „Kripp is(s)t international“ und verwandelte den Ort in ein Epizentrum globaler Aromen.
Das Fest knüpfte nahtlos an die erfolgreichen Vorgänger aus den Jahren 2011, 2015, 2017 und 2024 an. Und das Konzept geht auf: Wo Worte manchmal fehlen, baut ein gutes Essen Brücken. Bereits am frühen Nachmittag ab 14.30 Uhr startete das Programm mit einer gut besuchten Ortsführung in der Ortsmitte. Hier erfuhren Alteingesessene wie auch Neubürger Wissenswertes über die Historie des Ortes am Rhein. Von
Von Litauen bis zur Elfenbeinküste: Ein Buffet ohne Grenzen

Ländern gab es eine hörenswerte Zeitreise durch die Rock- und Popgeschichte.
Ab 16 Uhr hieß es dann: Die kulinarische Weltreise ist eröffnet. Zahlreiche Mitbürgerinnen und Mitbürger mit türkischen, syrischen, nigerianischen, französischen, portugiesischen und vielen weiteren Wurzeln hatten im Vorfeld ihr Mitwirken zugesagt und übertrafen alle Erwartungen der Veranstalter. Selbstgemachte Spezialitäten verwandelten die Schützenhalle, die thematisch passend mit Fahnen und Wimpeln verschiedenster Nationen geschmückt war, in eine Schlemmermeile. Die Auswahl war überwältigend. Besucher probierten sich durch litauischen Baumkuchen (Šakotis), herzhafte kasachische Samsa aus Blätterteig sowie Piroschki mit verschiedenen Füllungen. Am Stand des Restaurants Antonio Lopez drängten sich die Erwachsenen und staunten über eine spanische Paella, die der Gastronom extra für das Fest gespendet hatte. Währenddessen ließen sich die jüngsten Festgäste mit Vorliebe die traditionellen ukrainischen Lebkuchenmännchen (Pryaniki) schmecken.
Rock, Pop und ein Hauch von Manchester

den vielen helfenden Händen sowie allen Bürgerinnen und Bürgern, die durch ihre liebevoll
zubereiteten Speisen zum Gelingen dieses besonderen Tages beigetragen haben.
Gegen Spätnachmittag wechselte der Fokus von den Gaumen- zu den Ohrenfreuden. Der aus Manchester stammende Solosänger und Gitarrist Phil Roberts übernahm das Mikrofon. Mit seinem Repertoire der Rock- und Popgeschichte spannte er einen musikalischen Bogen von den 70er Jahren bis heute. Die Mischung stimmte: Die erstklassigen Live-Klänge sorgten für eine ausgelassene, beschwingte Stimmung unter den Gästen.
Eine Fortsetzung folgt
Am Ende zog der Kripper Traditionsverein ein rundum positives Fazit. Ein herzlicher Dank gilt den vielen helfenden Händen sowie allen Bürgerinnen und Bürgern, die durch ihre liebevoll zubereiteten Speisen zum Gelingen dieses besonderen Tages beigetragen haben. Diese Form des gelebten Miteinanders zeigt, wie wichtig der Austausch im Kleinen wie im Großen heute ist. Wer dieses Highlight verpasst hat, darf sich freuen: In zwei Jahren plant der Traditionsverein bereits die nächste Auflage.
