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Aus Tuff und Zeit gemeißelt

Der Steinhauerverein Weibern bewahrt das traditionelle Steinmetzhandwerk mit Weiberner Tuffstein. Besonders die Schnupperkurse für Hobbysteinmetze sind ein Markenzeichen des Vereins.
Weibern. Seit über drei Jahrzehnten hält der Steinhauerverein Weibern 1994 ein Handwerk lebendig, das diesen Ort Weibern im Kreis Ahrweiler geprägt hat wie kaum ein anderes: das Arbeiten mit Weiberner Tuffstein.

Steinhauerverein Weibern bewahrt Handwerk 

Weibern. Seit über drei Jahrzehnten hält der Steinhauerverein Weibern 1994 ein Handwerk lebendig, das diesen Ort Weibern im Kreis Ahrweiler geprägt hat wie kaum ein anderes: das Arbeiten mit Weiberner Tuffstein. Der Verein ist Werkstatt, Gedächtnis und Bühne zugleich.

Wie alles begann

Die offizielle Gründung im April 1994 war der formale Akt. Die eigentliche Initialzündung erfolgte schon ein Jahr zuvor, beim historischen Festzug zur 900-Jahr-Feier in Kempenich. Junge und alte Steinmetze bauten damals gemeinsam einen Wagen mit Steinbruchkran und Steinhauerhütte. Die Folge: 28 Männer gründeten den Verein. Ihr Ziel: Das Steinmetzhandwerk bewahren, den heimischen Tuffstein fördern und ehrenamtlich für die Gemeinde wirken.

Zum Anfassen: Werkstatt, Schnupperkurse 

Seit 1999 verfügt der Verein über eine eigene Steinhauerwerkstatt auf dem Gelände des heutigen Tuffsteinzentrums. Dort wird gearbeitet, restauriert, erklärt und weitergegeben.

Besonders die Schnupperkurse für Hobbysteinmetze, die seit 1998 angeboten werden, sind ein Markenzeichen des Vereins. Laien lernen dabei nicht nur Technik, sondern Respekt vor Material und Zeit.

Wenn Ehrenamt sichtbar wird

Der Vorstand des Steinhauervereins Weibern. (v.l.) Vinzenz Baly, er gehört dem neuen Vorstand nicht mehr an. Helmut Reuter, Ehrenmitglied Friedel Schild, Egon Schumacher, Ehrenmitglied Manfred Dahm, Horst Perk, Klaus Hilger, Johannes Montermann, Bernhard Klapperich.
Der Vorstand des Steinhauervereins Weibern. (v.l.) Vinzenz Baly, er gehört dem neuen Vorstand nicht mehr an. Helmut Reuter, Ehrenmitglied Friedel Schild, Egon Schumacher, Ehrenmitglied Manfred Dahm, Horst Perk, Klaus Hilger, Johannes Montermann, Bernhard Klapperich.

Der Steinhauerverein hat Weibern geprägt: Wegweiser aus Tuff und Basalt, Ruhebänke, Brunnenanlagen, Portale, Bildstöcke, Spielplatzobjekte und Sakralsteine tragen die Handschrift seiner Mitglieder.

Besonders eindrucksvoll:

  • die Mitgestaltung des Tuffsteinzentrums
  • die Restaurierung der Mariensäule, dem Wahrzeichen des Ortes
  • die aufwendig mit Naturstein verkleidete Brücke in der Talaue, realisiert mit über 1.200 ehrenamtlichen Arbeitsstunden

Das ist handwerkliche Gemeindearbeit im besten Sinne.

Mehr als ein Traditionsverein

Der Steinhauerverein Weibern ist mehr als ein Traditionsverein. Er ist ein kulturelles Rückgrat des Ortes. In einer Zeit, in der Handwerk oft nur noch Schlagwort ist, zeigt dieser Verein, was es bedeutet:
Zeit investieren. Verantwortung übernehmen. Qualität vor Tempo.

Info zu den Kursen des Steinhauervereins Weibern gibt es hier

 

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