Heimat. Herz. Höhepunkte.
Digitale Heimat für den Kreis Ahrweiler.

Lebenslang für den Mord

Mordprozess vor dem Landgericht Koblenz: Das Urteil ist gesprochen: Lebenslange Haft für Matthias K. (32).
Das Landgericht Koblenz hat im Mordfall von Gimmigen ein klares Urteil gesprochen: Lebenslange Haft für Matthias K. (32). Die Schwurgerichtskammer verurteilte ihn wegen heimtückischen Mordes an seiner getrennt lebenden Ehefrau Anna K. (31).

Matthias K. muss ins Gefängnis – Urteil gefallen

Koblenz/Gimmigen. Das Landgericht Koblenz hat im Mordfall von Gimmigen ein klares Urteil gesprochen: Lebenslange Haft für Matthias K. (32). Die Schwurgerichtskammer verurteilte ihn wegen heimtückischen Mordes an seiner getrennt lebenden Ehefrau Anna K. (31). Eine besondere Schwere der Schuld stellte das Gericht nicht fest. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Ein Verbrechen, das die Region erschütterte

Der Fall hatte im Sommer 2025 weit über den Kreis Ahrweiler hinaus für Entsetzen gesorgt. Nach Überzeugung des Gerichts lockte der Angeklagte seine Noch-Ehefrau unter einem Vorwand in das ehemalige gemeinsame Haus in Gimmigen. Dort erstach er sie mit einem Fleischermesser.

Anschließend wickelte er die Leiche in Malervlies, legte sie in eine zuvor ausgehobene Grube in der Garage, betonierte diese und verlegte darüber Fliesen. Das Gericht geht davon aus: Die Tat war geplant. Bereits Tage zuvor soll der Angeklagte die Grube ausgehoben und die Arbeiten vorbereitet haben. Besonders erschütternd: Der gemeinsame Sohn befand sich während der Arbeiten im Haus.

Heimtücke bejaht – kein Angriff erwartet

Die Kammer sah das Mordmerkmal der Heimtücke als erfüllt an. Das Opfer sei arglos gewesen und habe keinen Angriff erwartet. Als zentrales Motiv wertete das Gericht den eskalierenden Streit um das Umgangsrecht für den gemeinsamen Sohn. Laut Urteil fühlte sich der Angeklagte durch den Antrag der Getöteten auf Änderung der Umgangsregelung in seinem Lebensmodell bedroht. Die Staatsanwaltschaft hatte neben Heimtücke auch Habgier und niedrige Beweggründe geltend gemacht sowie die besondere Schwere der Schuld beantragt. Dem folgte das Gericht nicht. Es blieb bei der Heimtücke als Mordmerkmal.

„Ich bereue zutiefst“

Der Angeklagte schwieg über weite Strecken des Prozesses. Einzelheiten zur Tat gab er nicht preis. Kurz vor Beginn der Beratungen brach er sein Schweigen. In seinem letzten Wort wandte er sich an die Angehörigen des Opfers: „Ich bereue zutiefst, was ich getan habe. Ich möchte mich bei allen Betroffenen aufrichtig entschuldigen. Mir tut das, was passiert ist, von ganzem Herzen leid.“ Er dankte zudem jenen, „die noch für meinen Sohn da sind und ihm ermöglichen, in der Familie groß zu werden“.

Ähnliche Artikel

Doch auf der Freilichtbühne Schuld entsteht bereits eine märchenhafte Welt für den Sommer 2026. Die Vorbereitungen für „Aladin und die Wunderlampe“ in Schuld gehen jetzt in die heiße Phase.

Wunderlampe in Schuld

Mit „Aladin und die Wunderlampe“ bereitet sich das Schauspiel-Ensemble in Schuld auf eine Spielzeit vor, die erneut zahlreiche Besucherinnen und Besucher an die bekannte Waldbühne locken dürfte. ...
Der ausgebuchte 53. Tuffkurs beim Steinhauerverein in Weibern zeigte die Faszination eines jahrhundertealten Handwerks.

Der Tuffkurs begeistert

53. Schnupperkurs in der Tuffbearbeitung in Weibern: 20 Teilnehmer erlebten beim Steinhauerverein die faszinierende Verbindung aus Kreativität, Handwerk und regionaler Tradition. Der Kurs war vollständig ausgebucht. ...

Deutsche Meisterin!

Zoe Bleffert aus Reimerzhoven hat die Deutschen Tennismeisterschaften der U13 gewonnen. Die Spielerin des Bonner THV blieb im gesamten Turnier souverän und krönte ihre starke Woche mit dem Titelgewinn. ...

Hervorgehobene Beiträge:

Der Hallencup der Verbandsgemeinde Adenau startet zwischen den Jahren mit neuem Format und acht Teams.

Winter draußen-Tore drinnen

Adenau. Zwischen Weihnachten und Silvester gehört die Turnhalle der Realschule plus Adenau traditionell dem Fußball. Der Hallencup der Verbandsgemeinde Adenau ist seit Jahrzehnten fester Bestandteil des sportlichen Jahresausklangs. ...
Bei der Spendenübergabe in Schuld (v.l.): Dr. Matthias Kötting, Frank Burbach, Dr. Jens Böhle

Rotary Club Adenau spendet

Schuld. Der Rotary Club Adenau-Nürburgring spendet 10.000 Euro für ein neues Stromaggregat. Mit dieser Spende wird nicht nur die technische Zukunft der traditionsreichen Bühne gesichert, sondern auch ein klares Zeichen für den kulturellen Zusammenhalt in der Ahr-Region gesetzt. ...

Dieser Mann lebt Ehrenamt

Die Kreissparkasse Ahrweiler hat Frank Kremer mit dem Social Award 2026 ausgezeichnet. Die Ehrung fand im Rahmen der jährlichen Personalversammlung der Kreissparkasse Ahrweiler statt. ...