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Eine Feier bei Sägespänen

Rekordverdächtiger Jahrgang bei der Schreinerinnung Ahrweiler: Warum kein frischgebackener Geselle schlechter als Drei abgeschnitten hat und wer den Thron bestieg.
Am Samstag sprach die Schreinerinnung des Kreises Ahrweiler acht neue Gesellinnen und Gesellen von ihren Lehrlingspflichten los. Der Schauplatz bot dafür den passenden Rahmen: Gefeiert wurde direkt in den Werkstatthallen der Meisterschreinerei Karl Kindler in Bad Breisig.

Goldener Boden und kühle Thermen: Schreinerinnung spricht neue Gesellen los

Bad Breisig. Das Tischlerhandwerk im Kreis Ahrweiler blickt in eine sichere Zukunft. Am Samstag sprach die Schreinerinnung des Kreises Ahrweiler acht neue Gesellinnen und Gesellen von ihren Lehrlingspflichten los. Der Schauplatz bot dafür den passenden Rahmen: Gefeiert wurde direkt in den Werkstatthallen der Meisterschreinerei Karl Kindler in Bad Breisig. Wo sonst Sägespäne fliegen, versammelten sich die Absolventen mit Freunden und Familien.

Ein Jahrgang ohne Ausreißer nach unten

Jana Gilles und ihr Gesellinnenstück.
Jana Gilles und ihr Gesellinnenstück.

Der Prüfungsausschussvorsitzende und Gastgeber Stefan Kindler sparte nicht mit Lob. Er bescheinigte den neuen Fachkräften eine hohe Leistungsbereitschaft. „Wir sind sehr zufrieden mit diesem Jahrgang. Keine Note war schlechter als drei“, betonte Kindler. Angesichts der sich verschärfenden Krise durch den allgemeinen Handwerkermangel seien Fachkräfte künftig heiß begehrt. Wer die Prüfung in der Tasche hat, muss sich um seine berufliche Zukunft keine Sorgen machen. Der traditionelle Spruch „Handwerk hat goldenen Boden“ hat nichts von seiner Gültigkeit verloren.

Das unterstrich auch Dr. Klaus Müller, der Direktor der Berufsbildenden Schule des Kreises Ahrweiler. Er hob ebenso hervor, wie besonders eine Lossprechungsfeier direkt in einem Betrieb sei. Das zeige, dass man die Arbeitsstätte nicht nur als Ort der Plackerei, sondern auch als Ort des Erfolgs und der daraus folgenden Feier schätze.

Frauenpower auf dem ersten Platz

Die drei Bestplatzierten der Schreinerinnung.
Die drei Bestplatzierten der Schreinerinnung.
Julian Hippler an seinem Gesellenstück.
Julian Hippler an seinem Gesellenstück.

Bei der Ehrung der drei Jahrgangsbesten stand eine junge Frau ganz oben auf dem Treppchen: Jana Gilles, ausgebildet im Gastbetrieb Karl Kindler in Bad Breisig, sicherte sich den ersten Platz.

Für diesen Erfolg gab es eine besondere Finanzspritze: Sven Schmitz von der Kreissparkasse Ahrweiler überreichte der Jahrgangsbesten einen Scheck über 500 Euro von der Sparkassenstiftung Zukunft Kreis Ahrweiler.

Wie er sagte, vergibt die Sparkassenstiftung Zukunft Kreis Ahrweiler diese Auszeichnung bereits zum 18. Mal.

Die weiteren Spitzenplätze gingen an männliche Kollegen:

  • Platz 2: Manuel Baltes aus Bad Bodendorf (Ausbildungsbetrieb: Schreinerei Rönnefahrth, Dernau)
  • Platz 3: Julian Hippler (Ausbildungsbetrieb: Firma Kortmann, Remagen)

Abkühlung für die Besten

Manuel Baltes mit seinem Gesellenstück.
Manuel Baltes mit seinem Gesellenstück.

Bad Breisigs Bürgermeister Marcel Caspers (Verbandsgemeinde und Stadt) bewies bei den hochsommerlichen Temperaturen ein Gespür für das richtige Timing. Er beschenkte das Spitzentrio mit Gutscheinen für die Römerthermen: die perfekte Abkühlung nach den heißen Prüfungswochen.  Zum Ausklang rief Innungsobermeister Maik Rönnefarth die Junggesellen dazu auf, der Branche treu zu bleiben. Das Handwerk biete heute hervorragende Weiterbildungsmöglichkeiten, die es nun zu nutzen gelte.

Die neuen Fachkräfte im Überblick:

Manuel Baltes, Maximilian Creuzberg, René Geigenfeind, Jana Gilles, Julian Hippler, Tobias Lindner, Aaron Reuter und Marlin Wilke.

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