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Frischer Wind im Dorf

In Lantershofen engagiert sich Marco Böhm als Ortsvorsteher.
Ohne politische Vergangenheit, aber mit viel Energie und Herzblut hat Marco Böhm, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Koblenz, das Amt des Ortsvorstehers 2024 übernommen und zieht eine erste, positive Bilanz.

Marco Böhm steht an der Spitze von Lantershofen

Lantershofen. Marco Böhm steht an der Spitze seines Heimatortes. Der 33-Jährige ist Ortsvorsteher von Lantershofen, einem Dorf in der Gemeinde Grafschaft mit engagierten Bewohnern. Ohne politische Vergangenheit, aber mit viel Energie und Herzblut hat der wissenschaftliche Mitarbeiter der Universität Koblenz das Amt 2024 übernommen und zieht eine erste, positive Bilanz.

„Ich bin nicht nur Ortsvorsteher, ich stehe auch mitten im Berufsleben“, sagt Marco Böhm. Die Doppelbelastung zwischen Beruf, Ehrenamt und Freizeit fordert Organisationstalent. Termine kollidieren, Prioritäten müssen gesetzt werden. „Das ist manchmal herausfordernd, aber die Unterstützung im Dorf macht vieles leichter.“

Vom Uni-Alltag ins Dorfleben

Marco Böhm ist ausgebildeter Lehrer für Mathe und Informatik. Er arbeitet in der Verwaltung der Universität Koblenz.
Marco Böhm ist ausgebildeter Lehrer für Mathe und Informatik. Er arbeitet in der Verwaltung der Universität Koblenz.

Beruflich arbeitet Böhm in der Universitätsverwaltung Koblenz und ist dort an der Weiterentwicklung der Hochschule maßgeblich beteiligt. Mathematik und Informatik auf Lehramt hat er studiert. Analytisches Denken gehört also zu seinen Stärken. Doch im Ehrenamt zählt vor allem das Zwischenmenschliche: „Lantershofen lebt von seinen Vereinen. Das Engagement hier ist außergewöhnlich hoch.“

Gleich zu Beginn seiner Amtszeit setzte er ein Zeichen und lud alle Vereine an einen Tisch. Für ihn das erste Signal für Kooperation und Gemeinschaft. Seine Intention: die zahlreichen Veranstaltungen im Dorf besser zu koordinieren. Marco Böhm: „Das hat gut funktioniert und gezeigt, was möglich ist, wenn man zusammenarbeitet.“

Langer Atem gefragt

Geduld, sagt Böhm, sei im kommunalen Alltag ebenso wichtig wie Begeisterung. „Wenn wir im Ortsbeirat etwas beschließen, dauert es oft und überraschend lange, bis es umgesetzt wird.“ Doch die positive Grundstimmung im Ort überwiegt. Lantershofen macht es seinem Ortsvorsteher leicht. „Die Menschen hier packen mit an.“

Von seinem Vorgänger Leo Mattuscheck hat Böhm sich eines abgeschaut: gute Vorbereitung. „Wenn ich eine Initiative in den Gemeinderat einbringen möchte, muss ich sie vorher so weit ausgearbeitet haben, dass der Rat nur noch zustimmen muss“, sagt er mit einem Schmunzeln.

Politische Zukunft offen

Auch wenn er betont, keine politischen Karriereträume zu hegen, schließt Böhm nichts aus: „Ich habe es nicht vor. Aber wenn man mich fragt, werde ich überlegen.“ Seit 2024 sitzt er zusätzlich im Gemeinderat der Grafschaft. Für ihn ein logischer Schritt: „Viele Entscheidungen, die Lantershofen betreffen, werden dort getroffen.“

Musik bleibt seine Leidenschaft, auch wenn dafür momentan wenig Zeit bleibt. In mehreren Blaskapellen ist er aktiv. Seine Amtszeit läuft bis 2029 – und Böhm ist fest entschlossen, sie zu nutzen: „Ich freue mich auf die nächsten Jahre. Das erste Jahr war intensiv, aber lohnend.“

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