Heimat. Herz. Höhepunkte.
Digitale Heimat für den Kreis Ahrweiler.

Brücken hochwassersicher aufbauen

Brücke bei Liers Uli Adams

Minister: Ahrbrücken sanieren oder neubauen

Die von der Flut betroffenen Kommunen können alle ihre zerstörten oder beschädigten Brücken hochwasserangepasst sanieren oder neu bauen.

Sie erhalten dafür eine vollständige Förderung aus dem Wiederaufbaufonds. Das hat das Innenministerium mit einer Handreichung zur finanziellen Förderung des Wiederaufbaus von kommunalen Brückenbauwerken klargestellt. Die Handreichung ist in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsministerium und dem Klimaschutzressort erstellt worden.

Sie ergänzt das kürzlich  vorgestellte Gestaltungshandbuch für Brücken im Ahrtal um die Rahmenbedingungen der Finanzierung aus Wiederaufbaumitteln. Die Erläuterungen gelten für alle von den Schäden betroffenen Regionen. „So geben wir den Kommunen Sicherheit bei der Finanzierung und Planung ihrer Brücken. Der Fördersatz beträgt dabei grundsätzlich 100 Prozent der förderfähigen Kosten – der komplette Wiederaufbau von Brücken wird also aus dem Aufbauhilfefonds finanziert“, sagte Innenminister Michael Ebling. Die Erläuterung beantworte die wesentlichen Fragen zur Förderung des Wiederaufbaus von sanierungsfähigen, nicht mehr sanierungsfähigen und völlig zerstörten kommunalen Brücken.

„Brücken sind ein sehr sensibles Thema, weil sie gerade im Ahrtal erheblichen Anteil am Ausmaß des Schadens hatten. Oftmals sind sie außerdem ein wichtiger Ausgangspunkt für den Wiederaufbau weiterer kommunaler Straßen und Gebäude. Mit dem Wiederaufbaufonds ist die Förderung eines risikoangepassten und nachhaltigen Wiederaufbaus der gemeindlichen Brücken gesichert. Konkret heißt das, dass Fragen des hochwasser- und risikoangepassten Bauens Beachtung finden. Eine Vorgabe für einen Eins-zu-Eins-Wiederaufbau zerstörter Brücken gibt es von Land oder Bund aus gutem Grund nicht“, so Ebling. Unter bestimmten Voraussetzungen sei auch der Ersatzneubau an anderer Stelle förderfähig.

Die von der Flut betroffenen Kommunen hatten im Austausch mit dem Land signalisiert, dass Erläuterungsbedarf hinsichtlich der Förderung des Wiederaufbaus ihrer Brücken besteht. Um die Kommunen hier zu unterstützen und ein einheitliches Verständnis bezüglich der Förderfähigkeit kommunaler Brückenbauwerke herbeizuführen, wurde die klarstellende Erläuterung angefertigt. Ergänzend zur Handreichung wird das Land eine digitale Informationsveranstaltung mit den beteiligten Ressorts für alle kommunalen Akteure anbieten. Ein Flussdiagramm fasst zudem nachvollziehbar zusammen, wie die Förderung des Wiederaufbaus von Brücken in der Praxis abläuft.

Mit dem Sondervermögen „Aufbauhilfe 2021“ von Bund und Ländern werden Mittel zur Beseitigung der durch die Flutkatastrophe am 14. und 15. Juli 2021 entstandenen Schäden bereitgestellt. Bislang wurden für die Wiederherstellung der allgemeinen kommunalen Infrastruktur in Rheinland-Pfalz Förderungen in Höhe von rund 373 Millionen Euro aus dem Aufbauhilfefonds bewilligt.

Brücke bei Liers Uli Adams

Teile diesen Beitrag über Social Media:

Ähnliche Artikel

Sie stellten den neuen Immobilienmarktbericht für den Kreis Ahrweiler vor (v.l.) : Guido Mombauer, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Ahrweiler, Niklas von Pelken, Teamleiter Immobilienvermittlerund Rolf Eberle, stellvertretender Bereichsleiter Firmen- und Immobilienkunden.

Immo-Markt Kreis Ahrweiler

Wie entwickeln sich Kaufpreise und Mieten im Kreis Ahrweiler? Die Kreissparkasse hat ihren Immobilienmarktbericht aktualisiert. Er bietet Informationen zu Wohnlagen, Immobilienpreisen und Mieten im gesamten Kreis. ...
Das jüdische Mahnmal in der Rheinstraße in Sinzig wurde neu gestaltet und zu einem Friedensmal erweitert. Der Entwurf stammt vom Sinziger Künstler Titus Reinarz.

Zeichen gegen das Vergessen

Zwei Worte, eine Botschaft: Das jüdische Mahnmal in Sinzig wurde zum Friedensmal erweitert. Am 8. November laden Stadt und Bürgerforum zum Gedenken ein. ...
Mehr als fünf Jahre nach der Flut ist die Kita St. Johannes in Dernau eröffnet. Der Neubau für bis zu 90 Kinder kostete rund 6,2 Millionen Euro.

Kita-Kinder sind wieder da

Mehr als fünf Jahre nach der Flut besuchen die Kinder in Dernau wieder einen Kindergarten im eigenen Dorf. Der Neubau bietet Platz für bis zu 90 Kinder und kostete rund 6,2 Millionen Euro. Noch sind nicht alle Arbeiten abgeschlossen. ...

Hervorgehobene Beiträge:

1,1 Millionen Euro für Dernau! Der Weinbrunnenplatz soll nach der Flut wieder zum Treffpunkt werden.

1,1 MILLIONEN EURO

Dernau. Der Weinbrunnenplatz, das Wohnzimmer des Weindorfs, bekommt eine kräftige Finanzspritze. Rund 1,13 Millionen Euro fließen aus dem Sondervermögen „Aufbauhilfe 2021“ in den Wiederaufbau des Platzes. ...
In Mayschoß entsteht entlang der B267 eine neue Ahrufermauer. Die Bauarbeiten sind technisch anspruchsvoll – und kosten Millionen.

Wiederaufbau in Mayschoß

In Mayschoß entsteht eine neue Ahrufermauer. Zwölf Meter tiefe Bohrpfähle, Millioneninvestitionen und hohe technische Anforderungen prägen das Wiederaufbauprojekt entlang der B267. ...
Galenberger Kirmes - ein Spaß für Galenberg.

Begeisternde Kirmes

Der unbestrittene Höhepunkt war jedoch wie jedes Jahr das legendäre Schubkarrenrennen, das um 16 Uhr startete. ...