Sinzig setzt seine Mosaikstadt Stück für Stück zusammen
Sinzig. Aus grau wird bunt – und aus einer unscheinbaren Mauer ein kleiner Hingucker: Am Eingang des PikoParks in der Judengasse leuchten jetzt zahlreiche rote Herzen auf einem farbenfrohen Mosaik. Kinder haben eine Woche lang daran gearbeitet. Nun wurde das Kunstwerk offiziell eingeweiht. Doch damit ist das Projekt längst nicht beendet. Im Gegenteil: Die „Mosaikstadt Sinzig“ soll weiterwachsen – und dabei sind künftig auch private Hauseigentümer gefragt. Wo zuvor eine wenig ansehnliche Mauer stand, begrüßen heute Abertausende kleine Mosaiksteine die Besucher des PikoParks. Das neue Kunstwerk ist Teil des vom Bürgerforum Sinzig initiierten Dauerprojekts „Mosaikstadt Sinzig“. Zur offiziellen Einweihung kamen neben einigen der beteiligten Kinder und ihren Eltern auch der Sinziger Beigeordnete Volker Thormann, die Vorsitzende des Bürgerforums, Monika Weber-Lambert, sowie Michael Podewils, Leiter des Sinziger Werks der Deutschen Steinzeug Solarceramics GmbH. Das Unternehmen stellte einen großen Teil des benötigten Materials zur Verfügung.
Kreativwerkstatt begleitet das Projekt
Entstanden ist das Mosaik unter Leitung von Barbara Henschke von der Kreativwerkstatt Kunterbude. Finanziert wurde das Projekt vom Bürgerforum Sinzig sowie mit Fördermitteln aus dem ISEK-Verfügungsfonds für Projekte der Sinziger Stadtgestaltung. Und genau hier wird das Projekt auch für private Hauseigentümer interessant. Wer im ausgewiesenen innerstädtischen ISEK-Gebiet eine Hauswand, eine Toreinfahrt oder eine Mauer für ein Mosaik zur Verfügung stellen möchte, kann ebenfalls von der Förderung profitieren. Dank der zusätzlichen Unterstützung durch die Deutsche Steinzeug können die Kosten für ein einzelnes Projekt auf rund 2.000 Euro begrenzt werden. Bis zu 1.000 Euro können aus ISEK-Mitteln kommen. Die andere Hälfte trägt der jeweilige Gebäudeeigentümer.
Aus einer Mauer wird ein Beispiel für weitere Projekte
Was dabei entstehen kann, zeigt nun die Mauer am PikoPark. Die Stadt Sinzig hatte sie als Fläche für das Projekt zur Verfügung gestellt. Zurück bekommt sie statt der zuvor wenig ansehnlichen Mauer ein farbenfrohes Kunstwerk. Das Mosaik soll allerdings mehr sein als ein einzelner Blickfang. Es bildet den Auftakt für weitere Projekte, mit denen die „Mosaikstadt Sinzig“ Stück für Stück wachsen soll. Das Prinzip passt dabei bestens zum Namen: Viele kleine Steine ergeben am Ende ein großes Bild. Und wenn weitere Hauseigentümer mitmachen, könnte genau dieses Bild im Sinziger Stadtgebiet künftig noch deutlich bunter werden.
Kontakt: Interessenten für ein privates Mosaik-Projekt können sich per E-Mail an manfred.ruch@buergerforum-sinzig.de wenden.
Weitere Informationen: mosaikstadt-sinzig.de
