Ehrenamt, Tradition und Stöbelturnier
Weibern. Am vergangenen Wochenende stand das Feuerwehrhaus an der Robert-Wolff-Halle ganz im Zeichen des traditionellen Feuerwehrfestes der Freiwilligen Feuerwehr Weibern. Neben feierlichen Beförderungen und der Auszeichnung verdienter Kameraden für ihren langjährigen Dienst stand das „Stöbelturnier“ im Mittelpunkt. Sehr eindrucksvoll unterstrich das Fest die feste Verankerung der Feuerwehr im dörflichen Gemeinschaftsleben über alle Generationen hinweg.
Feierliche Beförderungen und staatliche Ehrenzeichen
Im offiziellen Teil des Festes beförderte Johannes Bell, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Brohltal, gemeinsam mit dem stellvertretenden Wehrleiter Michael Hartung junge Feuerwehrkameraden. Geleitet wird die Weiberner Feuerwehr von Martin Ebert und seinem Stellvertreter Tim Radermacher. Ein besonderer Höhepunkt war die Verleihung staatlicher Auszeichnungen: Für ihre 15-jährige, ehrenamtliche Tätigkeit zum Wohle der Allgemeinheit erhielten drei Kameraden das Bronzene Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes Rheinland-Pfalz.
Die Beförderungen und Ehrungen im Überblick:
- 15 Jahre aktiver Dienst (Bronzenes Feuerwehr-Ehrenzeichen): Simon Meid, Sebastian Radermacher, René Dahm.
- Löschmeister: Bastian Meid.
- Hauptfeuerwehrmann: Niklas Caspers.
- Oberfeuerwehrmann: Ben Schumacher, Marco Bläser, Robin Schulze, Dennis Schmitz.
- Feuerwehrmann: Tobias Gros, Martin Schneider.
Wie wichtig der im Jahr 1902 gegründeten Feuerwehr die Nachwuchsarbeit ist, zeigt ein Blick auf die aktuellen Mitgliederzahlen. Neben 20 aktiven Einsatzkräften und 10 Mitgliedern der Altersabteilung engagieren sich derzeit 11 Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren in der Bambini-Feuerwehr oberes Brohltal sowie 5 Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren in der Jugendfeuerwehr oberes Brohltal.
Das 13. Stöbelturnier: Ein Stück Oberösterreich in der Eifel

Seit mittlerweile 13 Jahren bereichert das „Stöbelturnier“ das Festprogramm. Die Idee zu diesem Spiel brachten die Kameraden im Jahr 2012 von einem Partnerschaftstreffen aus der Partnergemeinde Weibern in Oberösterreich mit. Das Spielprinzip ähnelt dem klassischen Boule, Boccia oder Pétanque.

Das Ziel besteht darin, eine Art Baseballschläger – den „Stöbel“ – so nah wie möglich an einen Zielklotz, die sogenannte „Daube“, zu werfen. Premiere: Beim diesjährigen Turnier rückte erstmals das Thema Nachhaltigkeit in den Fokus: Die genutzten Stöbel wurden von dem Weiberner Schreinermeister und Feuerwehrkamerad René Dahm aus dem Holz des diesjährigen Weiberner Maibaums gefertigt. Das ist Nachhaltigkeit nach Eifler Art.
„Holzköpfe“ sichern sich den Turniersieg
Insgesamt 24 Mannschaften mit jeweils vier Teilnehmern traten in vier Durchgängen gegeneinander an. Das Teilnehmerfeld spiegelte die gesamte Breite der Dorfgemeinschaft wider: Viele lokale Gruppen spielten in gemischten Altersgruppen um den Turniersieg. Für die Einhaltung der Regeln sorgten Schiedsrichter, die bei knappen Distanzen per Zollstock exakt nachmessen mussten.
Das sportliche Ergebnis des Turniers:
- 1. Platz: Das Team „Holzköpfe“.
- 2. Platz: Die Handball Damen 2 des TuS Weibern.
- 3. Platz: Die Weiberner Möhnen
- Letzter Platz: Die Gruppe „Paraplüs“ übernahm das Schlusslicht, wobei hier der olympische Gedanke im Vordergrund stand.
Starker Förderverein und Ausblick auf das Jubiläumsjahr

Unterstützt wird die Freiwillige Feuerwehr durch ihren Förderverein, dem rund 200 Mitglieder sowie ortsansässige Firmen angehören. Der Verein, der finanziell den Brandschutz unterstützt, wird von Gerd Freund (Vorsitzender) und Hans-Dieter Ebert (stellvertretender Vorsitzender) geleitet.
Im kommenden Jahr steht für die Gemeinde und ihre Wehr ein historischer Meilenstein an: Die Partnerschaft mit der Gemeinde Weibern in Oberösterreich feiert ihr 60-jähriges Bestehen. Und die Feuerwehr Weibern feiert 125. Geburtstag. Wehrführer Martin Ebert und sein Stellvertreter Tim Radermacher blicken daher bereits jetzt auf ein besonderes Festprogramm und ein erweitertes Stöbelturnier im Jahr 2027.
