Teilnehmende Architekturbüros und ihre Projekte
Kreis Ahrweiler. Das Online News Portal ahr.de begleitet den „Tag der Architektur“ 2026 im Kreis Ahrweiler mit einer eigenen Serie über die drei teilnehmenden Architekturbüros und ihre Projekte. In den kommenden Wochen stellt das Online-News-Portal die Bauwerke vor, die am 27. und 28. Juni der Öffentlichkeit ihre Türen öffnen. Die Beiträge geben Einblicke in anspruchsvolle Planungen, architektonische Ideen und die Vielfalt zeitgenössischer Baukultur in der Region. Den Auftakt macht die Neugestaltung des Ahrfriedhofes in Ahrweiler mit der neuen Aussegnungshalle, ein ebenso anspruchsvolles wie symbolträchtiges Projekt der Architekten Mertens Koll aus Bad Neuenahr-Ahrweiler.
Teil 1: Die Neugestaltung des Ahrfriedhofes in Ahrweiler
Ein Ort zwischen Abschied und Hoffnung
Der Wiederaufbau im Ahrtal hat viele Gesichter. Eines davon ist auf dem Ahrfriedhof in Ahrweiler entstanden. Mit der umfassenden Neugestaltung der Friedhofsanlage haben die Architekten Hans Jürgen Mertens und Florian Koll nicht nur neue Gebäude geschaffen, sondern einen Ort, der Funktionalität, Erinnerung und Würde miteinander verbindet. Im Mittelpunkt des Projekts steht die neue Aussegnungshalle. Sie wurde mit dem Leitgedanken entworfen, einen Raum zu schaffen, „an dem die Trauer am Ende eines Seins mit der Hoffnung auf den Beginn eines Neuen Seins einhergeht“. Gemeinsam mit dem neu geordneten Betriebshof, der denkmalgeschützten Kapelle und der überarbeiteten Freiraumgestaltung entstand ein stimmiges Ensemble, das sich behutsam in die bestehende Friedhofsanlage einfügt.

Die neue Aussegnungshalle bildet die räumliche Verlängerung der zentralen Achse des Friedhofs. Ein großzügig verglaster Eingangsbereich, eine markante Dachkonstruktion und gezielt geführtes Tageslicht prägen die Architektur. Besonders die Öffnung des Daches über dem Bereich des Sarges schafft einen sakral wirkenden Lichteinfall, der die Verbindung zwischen dem Irdischen und dem Himmlischen symbolisieren soll. Neben der architektonischen Gestaltung spielte auch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten eine entscheidende Rolle. Bauherrschaft, Planer, Handwerksbetriebe, kirchliche Vertreter und städtische Betreiber arbeiteten eng zusammen. Die regionale Verankerung vieler Projektpartner erwies sich dabei als wichtiger Erfolgsfaktor für die Umsetzung.
Die Aussegnungshalle kann am Samstag, 27. Juni, von 14 bis 18 Uhr sowie am Sonntag, 28. Juni, von 11 bis 15 Uhr besichtigt werden.
