
Kempenich. 
Kim Irmgartz: Neues Team, neue Triumph, neue Herausforderung
Irmgartz geht mit der Startnummer 911 im Deutschen Enduro-Damen-Pokal an den Start. Die Ausgangslage: Mit dem Motorrad konnte sie bislang nur eine einzige Fahrt absolvieren. Aber natürlich freut sich die Motorsportlerin auf ihren Einsatz in Kempenich: „Ich starte in Kempenich für das Team Offroadshop Kölbach Racing auf einer Triumph TF250E. Ich konnte bisher nur einmal auf dem Bike fahren. Team, Bike und die Sportart Enduro sind für mich völlig neu. Ich freue mich sehr auf die Herausforderung und bin sehr dankbar, dass das Team und der ADAC Mittelrhein mich bei dieser Erfahrung unterstützen.“ Für sie ist das Rennen damit ein besonderer Auftritt in ihrer Heimatregion. Ihre Erfahrungen aus dem Motocross bringt sie mit. Doch Enduro stellt andere Anforderungen.
52 Kilometer fordern Fahrer und Maschinen
Die Mittelrheinische ADAC Geländefahrt gilt als älteste Enduro-Veranstaltung Deutschlands. Am 25. Oktober geht sie zum 74. Mal über die Bühne. Die Teilnehmer erwartet ein rund 52 Kilometer langer Rundkurs mit zwei anspruchsvollen Cross-Prüfungen. Eine davon führt über vier Kilometer durch das Industriegebiet von Kempenich. Die zweite liegt in den Sandgruben von Engeln. Hier entscheiden nicht allein Geschwindigkeit und Motorleistung. Wer vorne mitfahren will, braucht Kondition, Konzentration und ein gutes Gefühl für seine Maschine. Die richtige Linienwahl kann ebenso entscheidend sein wie ein sauber gefahrenes Hindernis. Schon kleine Fehler kosten wertvolle Sekunden. Während Motocrossfahrer auf einer abgesperrten Rundstrecke direkt gegeneinander antreten, verbinden klassische Enduro-Geländefahrten längere Fahrtabschnitte mit zeitgewerteten Sonderprüfungen. Für Kim Irmgartz ist das eine neue Erfahrung. Wie schnell sie sich auf die ungewohnte Disziplin und ihre Triumph einstellen kann, wird sich auf der Strecke zeigen.
Auch Fahrer aus Remagen und Bad Breisig sind dabei
Neben Kim Irmgartz stehen weitere Teilnehmer aus dem reis Ahrweiler auf der offiziellen Starterliste vom 19. Oktober. Frank Hoffmann aus Remagen tritt mit der Startnummer 500 auf einer KTM in der Klasse EC2 des ADAC Enduro Cups an. Paul Homberger aus Bad Breisig geht ebenfalls auf einer KTM ins Rennen. Er ist mit der Startnummer 502 in der Klasse EC3 gemeldet. Auch der heimische MSC Kempenich ist in der Starterliste vertreten. Für den Motorsportclub sind unter anderem Robert Schmitz, Mike Uhe, Mike Pohl und Celine Heistermann gemeldet. Damit erhält die traditionsreiche Geländefahrt auch aus heimischer Sicht eine besondere Bedeutung.
Vom Nachwuchs bis zu den Routiniers
Die 74. Mittelrheinische ADAC Geländefahrt vereint unterschiedliche Alters- und Leistungsklassen. Gewertet wird unter anderem für den Deutschen Enduro Cup, den ADAC Enduro Cup und mehrere Pokalwettbewerbe. Nachwuchstalente sammeln im dmsj-Deutschen-Enduro-Jugend-Cup Rennerfahrung. Hinzu kommen Senioren- und Super-Senioren-Wertungen, der Deutsche Enduro-Damen-Pokal und Mannschaftswettbewerbe. Auch Motorräder mit Elektroantrieb sind zugelassen.
Kempenich wird zur Enduro-Hochburg
Am Sonntagmorgen um 8 Uhr geht der erste Fahrer an den Start. Dann sind auf dem Rundkurs und in den Sonderprüfungen fahrerisches Können, Ausdauer und Konzentration gefragt. Für Kim Irmgartz kommt eine ganz persönliche Herausforderung hinzu. Wie sie sich beim Enduro-Abenteuer in Kempenich schlägt, bleibt abzuwarten. Die Vorfreude bei ihr ist jedenfalls groß.
Die Veranstaltung auf einen Blick
- Was: 74. Mittelrheinische ADAC Geländefahrt
- Wann: Sonntag, 25. Oktober 2026
- Erster Start: 8 Uhr
- Wo: Kempenich und Umgebung
- Strecke: rund 52 Kilometer
- Sonderprüfungen: Industriegebiet Kempenich und Sandgruben Engeln
- Kim Irmgartz: Startnummer 911, Triumph TF250E, Deutscher Enduro-Damen-Pokal
