Gastgeber aus dem Kreis Ahrweiler feiern und blicken nach vorn
Ahrweiler. Wer beruflich dafür sorgt, dass andere Menschen gut essen, angenehm übernachten und sich willkommen fühlen, darf gelegentlich selbst Gast sein. Beim Sommerfest des DEHOGA-Kreisverbandes wurde diese Gelegenheit ausgiebig genutzt: Viele Gäste kamen zusammen – und das Altersspektrum hätte breiter kaum sein können. Vom neun Monate alten Nachwuchs bis zum 87-jährigen Gast waren mehrere Generationen vertreten.
Politik, Wirtschaft und Tourismus zu Gast
Auch aus Politik, Wirtschaft und Tourismus war das Sommerfest gut besucht. Der Einladung folgten die Bürgermeister Pascal Rowald aus Bad Neuenahr-Ahrweiler und Marcel Caspers aus Bad Breisig sowie Dominik Gieler, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenahr. Unter den Gästen waren zudem Andreas Lambeck, Geschäftsführer des Ahrtaltourismus, sowie Vertreter von IHK, Kreisverwaltung und Zukunftsregion Ahr. Den Begrüßungsreigen eröffnete der Kreisvorsitzende Günther Uhl. Auch Gereon Haumann, Präsident des DEHOGA-Landesverbandes, und Andreas Lambeck richteten Worte an die Gastgeber. Dabei blieb es nicht beim freundlichen Smalltalk eines Sommerabends. Die Branche nutzte das Treffen auch für einen Blick auf die Themen, die Gastronomie und Hotellerie beschäftigen.
Zwischen Aufbruch, KI und Bürokratie

Im Mittelpunkt standen die Fortschritte beim Wiederaufbau und die Veränderungen in der Tourismuslandschaft. Zugleich ging es um Herausforderungen, die längst zum Alltag der Gastgeber gehören: Bewertungsportale, Künstliche Intelligenz und Bürokratie. Der Blick richtete sich dennoch optimistisch nach vorn. Dafür gibt es aus Sicht vieler Betriebe Anlass. Ein Großteil der Gastronomen und Hoteliers hat nach Angaben des Kreisverbandes die Wiederherstellung seiner Betriebe abgeschlossen. Auch die Buchungslage lässt die Gastgeber zuversichtlich in die Zukunft schauen. Beim Sommerfest war entsprechend viel Zufriedenheit zu hören. Das heißt freilich nicht, dass die Branche plötzlich ohne Sorgen dasteht. Aber Gastgeber sind es gewohnt, Probleme nicht auf die Speisekarte zu setzen, sondern Lösungen zu suchen.
Viel Lob für die Eifelstube
Und weil sich über Gastronomie schlecht reden lässt, ohne irgendwann über Essen zu sprechen, rückte auch das Buffet in den Mittelpunkt. Das Angebot in den Räumen der Eifelstube in Ahrweiler erhielt viel Lob. Familie Schumacher sorgte nach Einschätzung der Gäste für hervorragende Rahmenbedingungen – und bekam dafür großen Beifall. Mindestens ebenso wichtig wie Grußworte und Buffet war an diesem Abend das persönliche Gespräch. Die Kolleginnen und Kollegen tauschten sich intensiv, herzlich und offen aus. Die Stimmung war entsprechend gut. So wurde das DEHOGA-Sommerfest zu mehr als einem geselligen Branchentreffen. Zwischen Wiederaufbau, Tourismusentwicklung, Digitalisierung und Bürokratie zeigte sich eine Branche, die ihre Herausforderungen kennt – sich davon aber nicht die Laune verderben lässt.
