Er kommt. Er setzt sich. Und dann sitzt jeder Satz.
Bad Breisig. Ralf Senkel ist kein Comedian, der über die Bühne fegt. Er rennt nicht. Er springt nicht. Er sitzt. Und genau das macht ihn so gefährlich komisch.
Denn während andere Pointen suchen, hat Senkel sie längst gefunden – im Alltag. In seinem Dorf. In sich selbst. Er beobachtet, denkt nach und erzählt. Mal zum Prusten komisch. Mal so genau, dass man sich ertappt fühlt. Und plötzlich glaubt man, im Kabarett zu sitzen – obwohl man gerade lacht wie im Comedy-Club.
Ein Mann zwischen Comedy und Kabarett
Ralf Senkel wandert bewusst zwischen den Genres. Er besetzt sie nicht. Er durchquert sie. Comedy? Ja. Kabarett? Auch. Aber nie ganz. Diese Gratwanderung überlässt er dem Publikum.
Sprachlich fest im Rheinland verankert, nimmt er sein Publikum mit in eine kleine, sehr eigene Welt. Eine Welt, die jeder kennt. Und genau deshalb funktioniert.
Der Alltagsphilosoph von nebenan
In seinem Dorf ist Ralf Senkel bekannt „wie ein bunter Hund“. Nicht zuletzt wegen seiner modischen Jacke, die er wirklich immer trägt. Stoffwechselprobleme? Weist er zurück. Dass man sie ihm trotzdem nachsagt, gehört längst zum Stoff seiner Geschichten.
Seine selbstironisch bezeichnete „Berufsuntätigkeit“ verschafft ihm vor allem eines: Zeit. Zeit zum Beobachten. Und genau daraus entstehen seine Geschichten. Schräg. Ernst. Scharf gesehen. Und vor allem: unglaublich komisch.
„Der hat gesessen!“ – das erste Soloprogramm
Und der Titel ist kein Versprechen, sondern ein Zustand. Ralf Senkel kommt, sitzt und erzählt. Und nach dem Abend sagt das Publikum genau das, was der Titel ankündigt: „Der hat gesessen!“
Ralf Senkel, Jahnhalle, Bad Breisig: “Der hat gesessen“, Samstag, 14. März, 20 Uhr / Einlass 19 Uhr. Tickets hier
