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Digitale Heimat für den Kreis Ahrweiler.

Besondere Partnerschaft

Beim 22. Workshop der Hochwasserpartnerschaft Ahr in der Bürgerhalle Spessart standen zwei zentralen Themen der Hochwasservorsorge im Mittelpunkt: das Projekt des sogenannten Hydro-Zwillings und die Novellierung des Landeswassergesetzes.
Spessart. Die 22. Hochwasserpartnerschaft Ahr setzte klare Akzente für eine Zukunft, in der Wasser nicht überrascht – sondern vorausgedacht wird.

Neuer Schutzplan für die Region

Spessart. Die 22. Hochwasserpartnerschaft Ahr setzte klare Akzente für eine Zukunft, in der Wasser nicht überrascht – sondern vorausgedacht wird. Zwei Themen dominierten den Workshop in der Eifel: das neue Simulationssystem „Hydro-Zwilling“ und die Novellierung des Landeswassergesetzes. Beides könnte die Art verändern, wie im Kreis Ahrweiler künftig auf Hochwasser blickt – nüchtern, vorausschauend, handfest.

Landrätin Cornelia Weigand eröffnete mit deutlichen Worten: Die Flut von 2021 sei Mahnung und Auftrag zugleich. Nicht als Erinnerung an Katastrophe, sondern als Verpflichtung zu Fortschritt. Hochwasser sei kein Natur-Puzzle, das man bewundert – sondern ein Risiko, das man entschärft. Und genau dafür brauche es Menschen, die miteinander reden statt nebeneinander arbeiten: Kommunen, Fachbehörden, Feuerwehren, Naturschutz, Landwirtschaft, Ingenieurbüros.

Schlüsseltechnik der Gegenwart: Der „Hydro-Zwilling“

Dr. Clemens Jacobs, Landesamt für Umwelt, (LfU), stellte die Technologie vor, die bald alle rheinland-pfälzischen Kommunen nutzen können. Der Hydro-Zwilling – ein digitales Abbild realer Gewässerprozesse. Er zeigt, wo Wasser hinläuft, wenn Himmel und Ahr gemeinsam die Stimme erheben. Frühwarnung statt Bauchgefühl. Planung statt Improvisation. 2026 soll die Anwendung auch der Bevölkerung offenstehen. Das System hilft, Gefahren zu simulieren, Schaden zu prognostizieren, Maßnahmen zu vergleichen.

Recht, das schützt – nicht bremst

Larissa Wenzel, Referentin für Recht der Wasserwirtschaft im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität, (MKUEM) präsentierte die überarbeitete Rechtslage: Anpassungen bei Überschwemmungsgebieten, Gewässerrandstreifen, Gewässerunterhaltung, natürlichem Rückhalt. Klingt technisch – bedeutet praktisch: klarere Zuständigkeiten, klarere Regeln, klarere Wege. Das neue Gesetz stärkt Zusammenarbeit, Datenaustausch, Wissensbasis. Nicht jeder muss alles wissen – aber jeder muss wissen, wen er fragen kann.

Krisenvorsorge zum Anfassen: Der Notfallrucksack

Ein weiterer Baustein: Die Kreisverwaltung präsentierte einen Notfallrucksack, gefüllt mit dem, was man im Ernstfall greifen muss – Dokumente, Hygiene, Kleidung, Medikamente. Einladbar, ausleihbar, sichtbar: Vorsorge wird begreifbar.

Die 22. Hochwasserpartnerschaft Ahr in Spessart setzt weiter auf Austausch, Verstand und gemeinsame Verantwortung. Nicht morgen – jetzt.

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