Der Gartenbauer greift erneut nach internationalem Gartenpreis

Sinzig-Westum. Stein. Wasser. Erde. Es sind die elementaren Materialien, mit denen Peter Berg Landschaft gestaltet. Der renommierte Garten- und Landschaftsbauer aus Westum orientiert sich dabei auch an Gestaltungsprinzipien, die fast 200 Jahre zurückreichen. Für Hermann Fürst von Pückler-Muskau sollte ein Landschaftspark den Charakter freier Natur tragen und die Hand des Menschen darin möglichst wenig sichtbar sein. Diese Idee findet sich auch in Peter Bergs Arbeit wieder: Garten, Architektur und umgebende Landschaft sollen zu einem Ganzen werden. Mit dieser Handschrift hat Berg auch international Aufmerksamkeit gefunden. 2025 gewann er mit „Set in Stone“ den britischen Society of Garden + Landscape Designers (SGLD) Award in der Kategorie „International Residential Landscapes & Gardens“. Nun steht der Sinziger erneut im Wettbewerb: Mit einem neuen Projekt hat er es wieder auf die Shortlist geschafft und gehört somit zu den Finalisten. Am 5. Februar 2027 werden die Sieger gekürt.
Von Westum erneut auf die internationale Bühne
Damit bekommt Berg die Chance, seinen Erfolg von 2025 zu wiederholen. Die Juroren würdigten seinerzeit insbesondere Bergs Umgang mit Materialien und das Zusammenspiel des Gartens mit Architektur und Umgebung. Jetzt tritt der bodenständige Garten- und Landschaftsbauer mit einer neuen Arbeit an. Peter Berg: „Nach 2025 erneut auf der Shortlist zu stehen und zu den Finalisten zu gehören, macht mich natürlich sehr stolz. Und wir freuen uns schon auf den 5. Februar 2027.“
Seit 2000 selbstständig in Sinzig
Wer verstehen will, was hinter Bergs Gestaltung steckt, muss nach Westum schauen. Seit dem Jahr 2000 ist Peter Berg selbstständig. Gemeinsam mit seiner Geschäftspartnerin Susanne Förster gründete er damals GartenLandschaft in Sinzig. Von dort aus entwickelte Peter Berg seine eigene gestalterische Handschrift weiter. Auch sein privater Hanggarten auf einer alten Weinbergslage in Westum dient ihm als Experimentierfeld für naturnahes Gartendesign. Naturstein, sehr oft Grauwacke und Basalt, spielen dabei eine zentrale Rolle. Hinzu kommen Wasser, Erde und Pflanzen. Berg will Landschaft nicht mit beliebigen Elementen dekorieren. Architektur, Garten und vorhandene Umgebung sollen miteinander verbunden werden.
Dabei bezieht er sich auch auf Gestaltungsprinzipien Hermann Fürst von Pückler-Muskaus. Für Pückler sollte Landschaftsgestaltung möglichst den Charakter freier Natur bewahren. Gelände, Vegetation, Architektur und Sichtbeziehungen sollten sich zu einem Gesamtbild verbinden. Der Garten soll nicht losgelöst von seiner Umgebung entstehen. Gelände, Landschaft und Architektur werden Teil der Gestaltung. Gerade dieses Zusammenspiel prägt Bergs Arbeiten.
„Natur. Ästhetik. Design“ – seine Philosophie als Buch

Während Peter Berg mit seinen Gärten international antritt, hat er seine gestalterische Haltung und seine Arbeit auch zwischen zwei Buchdeckel gebracht. Sein Klassiker „Natur. Ästhetik. Design“ ist 2026 überarbeitet und neu aufgelegt worden. Die erste Ausgabe erschien 2018. Die Neuauflage zeigt 14 fotografierte Projekte und vermittelt Bergs Verständnis von Gartengestaltung. Damit bekommt das Buch im Zusammenhang mit der erneuten internationalen Nominierung eine zusätzliche Bedeutung: Was Berg darin über Natur, Ästhetik und Design vermittelt, lässt sich eindrucksvoll in seinen realisierten Gärten betrachten. So verbinden sich Buch und Nominierung zu einer Geschichte: Auf der einen Seite beschreibt Berg seine Vorstellungen von Natur, Ästhetik und Gestaltung. Auf der anderen Seite stellt sich diese gestalterische Handschrift erneut dem Urteil einer internationalen Fachjury. Die Neuauflage von „Natur. Ästhetik. Design“ ist auch über den Online-Shop von GartenLandschaft erhältlich.
