Ahrradweg: frei zwischen Christinensteg und Ehlinger Ley
Sinzig. Zwischen dem Christinensteg und der Ehlinger Ley ist ein zentraler Abschnitt der beliebten Verbindung entlang der Ahr nach Abschluss des mittelfristigen Wiederaufbaus wieder nutzbar. Nahezu vier Kilometer Strecke stehen Fußgängern und Radfahrern pünktlich vor den Weihnachtstagen offen – ein sichtbares Zeichen für Fortschritt im Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe.
Umgesetzt wurde das Projekt im Laufe dieses Jahres in enger Zusammenarbeit zwischen der Stadt Sinzig, der GEWI GmbH, dem Planungsbüro Porz & Partner sowie den ausführenden Bauunternehmen Horst Schulz Bauunternehmung GmbH und Anton Müller GmbH & Co. KG. Aktuell laufen noch letzte Restarbeiten, die Freigabe des Weges ist jedoch bereits erfolgt .
„Pünktlich vor den Weihnachtstagen kann der Ahrradweg hier freigegeben und damit bereits während der Feiertage genutzt werden“, erklärte Bürgermeister Andreas Geron. Für viele Bürgerinnen und Bürger ist das mehr als eine technische Fertigstellung: Es ist die Rückkehr eines vertrauten Weges durch das Ahrtal .
Breiter, moderner, alltagstauglich
Der wiederhergestellte Abschnitt wurde nach aktuellem Stand der Technik ausgebaut. Mit einer Breite von rund drei Metern zuzüglich Bankett erfüllt der Weg heutige Anforderungen an Sicherheit und Nutzbarkeit. Entlang der Strecke wurden zudem die durch die Flut zerstörten Sitzgelegenheiten erneuert. Die Bauarbeiten erfolgten in enger Abstimmung mit Ordnungsamt, Bauhof und den zuständigen Fachbehörden .
Langfristige Planung bleibt im Blick
Der freigegebene Ahrradweg stellt einen wichtigen Zwischenschritt dar. Die endgültige Streckenführung des langfristig geplanten Ahrradwegs kann erst festgelegt werden, wenn die Planungen zur Aufweitung der Ahr abgeschlossen sind. Zudem besteht weiterhin eine Lücke zwischen Sinzig und Bad Bodendorf, da der Spessartsteg derzeit noch fehlt. Bis zu dessen Neubau wird für diese Verbindung weiterhin die Brücke Kölner Straße empfohlen. Der Baubeginn des Spessartstegs ist für das kommende Jahr vorgesehen .
Ein Weg zurück zur Ahr
Trotz dieser Einschränkungen soll der Ahrradweg bereits jetzt dazu beitragen, den Menschen den Zugang zur Ahr zurückzugeben – zu Fuß oder mit dem Fahrrad, für Alltag, Freizeit und Erholung. Die Kosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 1,3 Millionen Euro und werden vollständig aus dem Wiederaufbaufonds Rheinland-Pfalz finanziert .
